Nach der Heimniederlage vom vergangenen Freitag gegen den Deggendorfer SC ging es für die Falken am Sonntagabend gegen die Eispiraten Crimmitschau. Das erste Aufeinandertreffen der Saison konnte man im September in der heimischen Kolbenschmidt-Arena mit 3:2 für sich entscheiden.

Zu Beginn des Spiels gab es Unkonzentriertheiten und Fehlpässe auf beiden Seiten und beide Teams kamen erst nach und nach so richtig ins Spiel. In der fünften Spielminute fand ein Querpass von Rob Flick keinen Abnehmer, auch Julian Talbot verzog nach einer schönen Kombination nur knapp. Daraufhin stießen die Eispiraten mehrfach gefährlich ins Heilbronner Drittel vor, doch Mirko Pantkowski war stets zur Stelle. In der achten Minute musste Brock Maschmeyer, der bereits selbst das Eispiraten-Trikot trug, für zwei Minuten in die Kühlbox, doch die Falken standen gut und konnten sich immer wieder befreien, sodass die Unterzahlsituation ohne Folgen blieb. Nach einem Foul von Patrick McNally an Kevin Lavallée in der zehnten Minute spielten auch die Falken erstmals in Überzahl. Die Aufstellung war schnell gefunden und nach einem schönen Querpass von Greg Gibson auf Roope Ranta, der noch an Sebastian Albrecht scheiterte, konnte Kevin Lavallée den Nachschuss zum 1:0 aus Sicht der Falken verwerten. Durch den Gegentreffer waren die Eispiraten gerade wieder komplett, da erhielt auch Kyle Helms eine Strafe. Nach einem Save von Mirko Pantkowski konnten Nourredine Bettahar und Richard Gelke trotz Unterzahl einen Konter laufen: Bettahar passte auf Gelke, der den Puck aus der Luft durch die Beine von Albrecht ins Tor beförderte. Zwar bemühten die Schiedsrichter zunächst den Videobeweis, doch das Tor wurde anerkannt und führte zur 2:0 Führung für Heilbronn. Ansonsten war das Unterzahlspiel der Falken jedoch weniger konzentriert als zuvor und vor allem die Reihe um Patrick McNally konnte sich einige gute Chancen erarbeiten. In der 19. Minute musste Brock Maschmeyer bereits zum zweiten Mal auf der Strafbank Platz nehmen, doch auch hiervon ließen sich die Falken nicht beeindrucken. In der 20. Minute schnappte sich Derek Damon den Puck an der blauen Linie, setzte zum Alleingang an und schloss per Backhander zur verdienten 3:0 Führung ab.

Die restlichen 52 Sekunden Unterzahl überstanden die Falken zu Beginn des zweiten Drittels unbeschadet, der erste Gegentreffer folgte jedoch nur wenig später. In der 22. Minute zog Carl Hudson von der blauen Linie aus einfach mal ab und traf zum 1:3 aus Sicht seines Teams. Mirko Pantkowski hatte keine Chance einzugreifen, da seine Sicht von mehreren Feldspielern komplett verdeckt war. Die nächste Strafzeit gegen Heilbronn folgte in der 23. Minute, doch trotz zahlreicher Chancen konnten die Gastgeber keinen weiteren Treffer erzielen. Sowohl Rob Flick, als auch Patrick McNally scheiterten am gut aufgelegten Pantkowski. Nur wenige Sekunden bevor Kyle Helms ins Spiel zurückkehrte, wurde eine Strafe gegen Marcus Götz ausgesprochen. Nach einem schönen Pass von Dominic Walsh in der 26. Minute verwandelte Julian Talbot in Überzahl zum 2:3 Anschlusstreffer. Im Folgenden gewann das Spiel an Geschwindigkeit und die Eispiraten drückten auf den Ausgleich. Rob Flick versuchte es in der 30. Minute mit einem Bauerntrick, doch Mirko Pantkowski behielt die Übersicht und blieb Sieger. Knapp zwei Minuten später wurde es erneut brenzlig, aber Vincent Schlenker konnte den Puck nicht im leeren Tor unterbringen. Selbiges wenig später auf der anderen Seite, als auch Greg Gibson und Kevin Lavallée scheiterten. Für die Falken war dies die erste Torchance seit einigen Minuten, während sich die Crimmitschauer Mitte des zweiten Drittels fast ausschließlich in der Vorwärtsbewegung befanden. Noch vor der zweiten Drittelpause mussten sowohl Patrick Klöpper, der einen Alleingang von Kevin Lavallée abrupt stoppte, als auch Christoph Kabitzky auf der Strafbank Platz nehmen. Die Falken konnten beide Überzahlsituationen trotz einiger Möglichkeiten allerdings nicht zu ihren Gunsten nutzen, sodass es beim 2:3 aus Crimmitschauer Sicht in die zweite Pause ging.

Das letzte Drittel wollten die Hausherren unbedingt nutzen, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Für die Falken ging es darum, die Führung auszubauen, um sich drei wichtige Punkte zu sichern. So ging es bei Chancen auf beiden Seiten munter hin und her, wobei Fehler im Spielaufbau bei beiden Teams auch weiterhin nicht aus blieben. In der 44. Minute waren die Eispiraten am Drücker. Zunächst scheiterte Carl Hudson, der Nachschuss wurde von einem Heilbronner Verteidiger geblockt, ehe Hudson erneut abzog und Pantkowski sichern musste. Eine Überzahlsituation für Crimmitschau gab es in der 45. Minute, die Gastgeber hatten jedoch Probleme, ihre Aufstellung zu finden, sodass sich die Falken mehrfach aus der Defensive befreien konnten. Nachdem Heilbronn wieder komplett war, folgte die beste Chance für Crimmitschau, den Ausgleich zu erzielen. Nach einem Querpass tauchte Christoph Körner frei vor Mirko Pantkowski auf, ließ seine Chance jedoch ungenutzt und setzte den Puck über das Tor. In der 53. Minute waren dann gleich zwei Strafen gegen die Sachsen angezeigt und sowohl Christoph Kabitzky, als auch Philipp Halbauer mussten für zwei Minuten pausieren. Für die Falken bedeutete dies zwei Minuten doppelte Überzahl und somit die Chance auf eine vorzeitige Entscheidung. Diese Möglichkeit wollte man keinesfalls ungenutzt lassen und so dauerte es nur 46 Sekunden, bis Derek Damon Roope Ranta bediente, der aus zentraler Position zur 4:2 Führung einnetzte. Crimmitschau konnte daraufhin wieder mit vier Feldspielern agieren und die restliche Unterzahlsituation verstrich ohne weiteren Gegentreffer. In den noch verbleibenden fünf Spielminuten waren die Eispiraten bemüht, den Spielstand noch einmal zu ändern, was jedoch misslang. Besser machten es die Falken: In der 56. Minute brachte Roope Ranta den Puck ins Angriffsdrittel und passte auf Justin Kirsch, der mitgelaufen war. Während Sebastian Albrecht den Schuss von Kirsch noch abwehren konnte, war er beim Nachschuss von Greg Gibson machtlos und so war der 5:2 Endstand aus Heilbronner Sicht hergestellt.

Während die Falken nach diesem verdienten Auswärtserfolg das Wochenende positiv beenden konnten, blieben die Eispiraten, die am Freitag in Frankfurt knapp verloren, diesmal ohne Punkte.

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