Die Serie der Auswärtsniederlagen ist beendet, endlich konnten die Heilbronner Falken in der Fremde wieder einen wichtigen „Dreier“ einfahren. Vor 1.789 Zuschauern gewannen die Unterländer beim EHC Freiburg mit 5:2. Dabei war die Partie optisch weitgehend ausgeglichen, doch die Gäste zeigten die bessere Chancenverwertung und konnten sich auf Mirko Pantkowski im Tor verlassen.

Die Falken konnten auf Förderlizenzspieler Janik Möser zurückgreifen, der sich allerdings später verletzen sollte, Marcus Götz und Brad Ross mussten dagegen weiterhin passen. Die Unterländer hatte in einer eher verhaltenen Anfangsphase durch Lavallée die erste Möglichkeit, bevor Freiburg im ersten Powerplay phasenweise Druck aufbauen konnte. Pantkowski im Tor der Falken musste zunächst gegen Moser retten, auch Herm vergab aus aussichtsreicher Position. Nachdem Heilbronn diese Drangphase der Südbadener überstanden hatte, fand man besser in die Partie und ging durch den schönsten Angriff des Drittels in Führung. Ranta legte von der linken Seite in die Mitte zu Damon, der nach rechts außen auf Gibson weiterleitete. Dieser zog direkt ab und ließ Nemec im Tor der Gastgeber keine Chance (12.). Auch danach hatten die Unterländer das Geschehen weitgehend im Griff, versäumten es aber auch, selbst nachzulegen. Lambacher hatte in der 17. Minute bei einer 2-auf-1-Situation das 0:2 auf dem Schläger, traf aber den Puck nicht richtig.

Die Wölfe kamen dann mit viel Schwung aus der Kabine und brachten die Hintermannschaft der Falken ein ums andere Mal in Bedrängnis. Zunächst rettete Pantkowski in höchster Not gegen Moser, dann hielt Freiburg den Druck aufrecht und kam durch McGowan, Saccomani und Herm zum Abschluss, aber nicht zum Ausgleich. Effektiver zeigte sich Heilbronn, das in der 28. Minute nachlegte. Helms bediente mit einem Querpass durch den Slot Lambacher, der mit einem Backhander aus spitzem Winkel Nemec überraschen konnte und auf 0:2 erhöhte. In der Folge hatten dann die Unterländer die gefährlicheren Abschlüsse, doch das Tor machte Freiburg. Moser stand allein im Slot und drückte einen Querpass unbedrängt zum Anschlusstreffer über die Linie (32.). Nur Sekunden später hätte McGowan beinahe den Ausgleich erzielt, bevor die Falken postwendend die richtige Antwort fanden: Ranta bediente den aufgerückten Maschmeyer, der 36 Sekunden nach dem 1:2 den alten Abstand wieder herstellte. Freiburgs Coach Jan Melichar nahm gleich eine Auszeit, aber auch in der Folgezeit ging es in einer munteren und sehr fairen Partie rauf und runter, ohne dass bis zur zweiten Pause weitere Treffer fallen sollten.

Im letzten Drittel sollten die Falken dann recht souverän zu Ende bringen. Zwar konnte man das erste Überzahlspiel überhaupt nicht nutzen, profitierte dann aber von einem kapitalen Fehlpass eines Freiburger Verteidigers, der in der 48. Minute Lavallée die Scheibe mustergültig servierte. Der Deutsch-Kanadier ließ sich die Chance nicht entgehen und erhöhte auf 1:4. Die Wölfe gaben sich aber noch nicht geschlagen und kamen in der 54. Minute kurz vor Ende eines Powerplays zum 2:4. Ein verdeckter Schlagschuss von Stas fand den Weg in die Maschen. Nur eine Minute später war die Partie dann aber entschieden: Damon bediente Ranta, der freistehend zum 2:5 einnetzte. In der Schlussphase gab es dann noch einen Aufreger, als Ranta nach einem völlig unnötigen Stockstich während einer Spielunterbrechung mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde. Zu einer Ergebnisverbesserung konnte Freiburg das Überzahlspiel in der Schlussphase dann aber nicht mehr nutzen.

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