Vor 3.012 Zuschauern mussten die Heilbronner Falken im Derby gegen die Bietigheim Steelers ihre erste Heimniederlage der Saison hinnehmen. Das Spiel verlor man zwischen der 12. und 38. Minute, als Bietigheim eine 4:0-Führung herausschoss und klar das bessere Team war. Durch einen Doppelschlag kamen die Unterländer wieder heran, konnten dem Spiel im letzten Drittel aber keine Wende mehr geben. 5:3 lautete der Endstand für die Gäste, die vor allem im Mitteldrittel immer einen Schritt schneller und spritziger waren und sich letztlich die Punkte verdienten.

Beide Teams traten ersatzgeschwächt an. Während bei den Steelers mit Weller und McNeely zwei Kontingentspieler verletzungsbedingt ausfielen, mussten die Falken auf die angeschlagenen Götz und Ross verzichten. So konnte man nur fünf Verteidiger und elf Stürmer aufbieten. Die Gastgeber begannen durchaus schwungvoll und hatten in den ersten Minuten die besseren Gelegenheiten. Ex-Falke Martinovic im Tor der Gäste konnte sich mehrfach auszeichnen. Aber auch die Steelers, die durch den Erfolg über Bad Tölz am Freitag ihre Mini-Krise beendet hatten, hatten ihre Möglichkeiten. Das einzige Überzahlspiel des Drittels blieb zwar ungenutzt, doch wenig später war Heilbronn zu weit aufgerückt, Bietigheim fuhr einen Konter, Hauner wurde nicht angegriffen und nutzte dies zur Führung (12.). Dieses Tor gab den Steelers Sicherheit, die in der Folge auch in der Defensive weniger zuließen und vorne noch einmal zuschlugen. Hüfner umkurvte das gegnerische Tor und passte quer auf Topscorer McKnight, der direkt abzog und auf 0:2 erhöhte (16.). Beinahe hätte Bietigheim noch das dritte Tor nachgelegt, doch einmal verzog Schoofs nach einem schönen Angriff, dann rettete das Gestänge für Pantkowski.

Auch die Anfangsphase des Mitteldrittels gehörte den Steelers. Erst rettete Pantkowski noch gegen Zientek, dann lief der pfeilschnelle Preibisch seinem Gegenspieler davon und erhöhte nach 24 Minuten auf 0:3. Da Bietigheim danach weiter am Drücker blieb, nahm Falken-Coach Mellitzer eine Auszeit, um wieder Ordnung ins Spiel seiner Mannen zu bringen. Dies war immerhin insoweit von Erfolg gekrönt, als zwei Unterzahlspiele ohne weiteren Gegentreffer überstanden werden konnten, doch in der Offensive lief weiterhin nicht allzu viel zusammen. In der 36. Minute dann die Vorentscheidung: Der aufgerückte Verteidiger Corrin durfte gleich dreimal Maß nahmen und hämmerte im dritten Versuch die Scheibe zum 0:4 in die Maschen. War’s das? Noch nicht! Denn Heilbronn nutzte in der 38. Minute durch Ranta mit einem Schlagschuss ins lange Eck immerhin das erste Powerplay zum 1:4. Und nur 14 Sekunden später stand Bernhardt nach einem Schuss von Lavallée goldrichtig und verwertete den Rebound zum 2:4.

Damit war auch die Kulisse wieder da und peitschte ihr Team im letzten Drittel nach vorne, doch gerade als die Falken in Überzahl dem Anschlusstreffer nahe waren, verloren sie die Scheibe, Preibisch ging wieder auf und davon und verlud Pantkowski elegant zum vorentscheidenden 2:5 (47.). Heilbronn gab aber nicht auf und kam nach 51 Minuten im Powerplay immerhin auf 3:5 heran. Kirsch zog ab und zirkelte die Scheibe unter die Latte. In der Schlussphase bemühte man sich noch einmal, den Ausgleich zu erzwingen, und nahm drei Minuten vor dem Ende den Goalie vom Eis, doch wirklichen Druck konnte man nicht mehr aufbauen, so dass es beim 3:5 blieb.

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