Sehr lange machten es die Heilbronner Falken gegen die Tölzer Löwen spannend, bevor 69 Sekunden vor dem Ende Jan Pavlu für Jubel bei den 2.159 Zuschauern sorgte, indem er den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Zuvor hatten die Unterländer viele Chancen und Überzahlspiele vergeben, aber auch die Oberbayern hatten Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. 55:26 lautete die Torschussstatistik für Heilbronn – beide Keeper hatten zahlreiche Gelegenheiten sich auszuzeichnen.

Die Gastgeber konnten seit langem mal wieder auf nahezu vier komplette Blöcke zurückgreifen. Von den Jungadlern kam Unterstützung durch Möller, Brune und Klos, außerdem lief nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison Alex Lambacher im Sturm auf. Im ersten Durchgang taten sich die Unterländer recht schwer und spielten sich nur wenige klare Möglichkeiten heraus. Während Heilbronn es häufig durch Einzelaktionen oder einen Querpass zu viel versuchte, waren die Oberbayern das zielstrebigere Team, das in der 6. Minute auch in Führung ging. Schlager wurde in Szene gesetzt, stand völlig frei vor Pantkowski und hatte keine Mühe, das 0:1 zu erzielen. Aber die Unterländer fanden die richtige Antwort, wobei beim Schuss von Louis Brune in der 10. Minute auch etwas Glück dabei war, als Gästekeeper Mechel die Scheibe nicht festhalten konnte und diese dann in Zeitlupe über die Linie trudelte – der erste Treffer des Jungadlers für die Falken in seinem dritten Einsatz. Am Spiel selbst änderte der Ausgleich wenig, in Überzahl hatte Heilbronn zwei vielversprechende Schussversuche von Kirsch und Ross vorzuweisen, ansonsten hatten die Abwehrreihen das Geschehen weitgehend im Griff.

Im zweiten Drittel sollten dann zwar keine Treffer fallen, doch es kam deutlich mehr Leben ins Spiel, beide Keeper konnten sich immer wieder auszeichnen. Schon im ersten Shift vergab Sharrow eine 2-gegen-1-Situation durch ein unnötiges Abspiel, das nicht ankam, rettete aber im direkten Gegenzug, indem er Schlager beim Abschluss entscheidend störte. Auch Lavallée hatte nach Querpass von Ross die Führung auf dem Schläger, Mechel parierte glänzend (26.). Aber auch die Löwen tauchten im weiteren Verlauf immer wieder gefährlich vor Pantkowski auf, Pauli und MacAulay scheiterten an Pantkowski, während im Gegenzug Kirsch und Pavlu in Mechel ihren Meister fanden. Die beste Chance für die Gäste vergab zunächst Sedlmayr nach 36 Minuten völlig frei vor Pantkowski, bevor in der Schlussphase Ross hüben und MacAulay drüben allein auf den Goalie zuliefen, aber die Scheibe nicht über die Linie brachten – Chancen en masse, aber nichts Zählbares auf der Anzeigetafel.

Das sollte sich auch im Schlussabschnitt lange nicht ändern. Insbesondere in drei Überzahlspielen versäumten es die Falken, den zweiten Treffer nachzulegen, obwohl vor allem im ersten Powerplay viel Druck ausgeübt wurde. Auf der anderen Seite hätte wiederum MacAulay für Bad Tölz bei einem Alleingang in Unterzahl das 1:2 markieren können (50.), auch Ross verzweifelte bei seinem nächsten Solo am gegnerischen Goalie (55.). In der spannenden Schlussphase schienen die Löwen dann dem Siegtreffer sogar näher, bevor sich 69 Sekunden vor Schluss Jan Pavlu ein Herz fasste. Sein Distanzschuss fand durch Freund und Feind hindurch den Weg in die Maschen – endlich war der Bann gebrochen. Die knappe 2:1-Führung retteten die Falken in der Schlussminute dann recht souverän über die Zeit.

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