Die Heilbronner Falken mussten im fünften Spiel der Serie in Bietigheim neben den Langzeitverletzten auch noch auf Stürmer Dennis Palka verzichten, der sich am vergangenen Dienstag beim Heimspiel am Knie verletzt hatte. Trotz Bullygewinn für unsere Falken erwischten die Gastgeber den besseren Start. Lediglich 48 Sekunden waren gespielt, als Steelers-Verteidiger Steingross von der blauen Linie abzog und der Puck über die Schoner von Falkengoalie Marcel Melicherčík zu Shawn Weller kam, der nur noch zum 1:0 abstauben musste. Damit war scheinbar die Initialzündung für die Ellentaler gegeben. In den folgenden Minuten bekam unsere Mannschaft kaum Zugriff auf das Spielgeschehen und musste sich im Verteidigungsdrittel immer wieder Bietigheimer Chancen erwehren. Die besten Chancen verzeichnete dabei ein ums andere Mal der Torschütze Shawn Weller. Sieger im Duell mit der Nummer 63 blieb jedoch immer Marcel Melicherčík. Nachdem dann eine Unterzahlsituation überstanden war – Marcus Götz saß wegen Beinstellens auf der Strafbank – konnte die Falken für Entlastung sorgen. Nach einer abermaligen Großchance von Shawn Weller, der sich im Alleingang gegen drei Falken durchsetzte, kamen unsere Jungs dann besser ins Spiel und konnte gegen Ende des Drittels einige, wenn auch wenig zwingende Chancen erspielen.

Im zweiten Drittel näherten sich die Falken zunächst dem Tor der Steelers und konnte eine erste kleine Chance herausspielen. Dann jedoch zeigte sich wieder das Bild des ersten Drittels und das Spiel verlagerte sich zunehmend in die Heilbronner Verteidigungszone, wobei ein uns andere Mal wieder der Sieger Melicherčík hieß. In der 29. Minute musste er jedoch zum zweiten Mal hinter sich greifen. Adam Borzecki zog von der blauen Linie ab, Norman Hauner hielt den Schläger in den Schuss und erzielte das 2:0. Die folgenden Minuten waren dann von Über- und Unterzahlspiel geprägt. Zunächst musste auf Heilbronner Seite Brad Ross auf der Strafbank platznehmen, dann mit Alexander Preibisch, Benjamin Zientek und Rob Brown drei Bietigheimer. Neben Chancen von Heatley und Eberhardt in Überzahl, hatten die Steelers durch Matt McKnight eine Großchance in Unterzahl. In der 37. Minute musste dann Falken-Kapitän Jordan Heywood in die Kühlbox. Mit Ablauf der Strafe passte Justin Kelly von hinterm Tor in den Slot wo Steelers-Verteidiger Rob Brown abzog und das 3:0 erzielte.

Das letzte Drittel begann sofort mit einer Großchance für die Gastgeber. Norman Hauner lief allein aufs Tor zu und scheiterte dann letztendlich an den Schonern von Marcel Melicherčík. In der 43. Minute war es dann Shawn Weller, der allen davonlief. Christoph Eckl stoppte die Nummer 63 mit einem Foul, die Schiedsrichter entschieden auf Penalty. Im Duell Eins gegen Eins hieß der Sieger erneut Marcel Melicherčík. Im Gegenzug konnten sie die Falken dann vor dem Bietigheimer Tor festsetzen. Über Stephan Kronthaler kam der Puck zu Henry Martens, der leitete weiter zu Jordan Heywood, der das erste Falkentor der Partie erzielte. Drei Minuten später – die Partie war nun offener – scheiterte zunächst Tim Bernhardt an Steelers Goalie Ilya Sharipov, bevor er erneut in Scheibenbesitz kam und nun Brandon Alderson mustergültig bediente – 3:2. Die folgenden Minuten waren unsere Falken am Drücker und konnten sich Chance um Chance erspielen. Das Tor machten jedoch die Steelers. In der 50. Minute bediente Justin Kelly im Zwei auf Eins-Konter Marcus Sommerfeld, der das 4:2 erzielen konnte. Als in der 56. Minute Brad Ross mit einer 5 + Spieldauerstrafe wegen Bandenchecks mit Verletzungsfolge vom Eis musste waren es zunächst die Falken, die in Unterzahl nach vorne stürmten und Chancen kreierten. Während danach aber Matt McKnight in der 59. Minute noch an Marcel Melicherčík scheiterten, setzte abermals Shawn Weller mit dem 5:2 den Schlusspunkt unter die Partie und damit auch die Serie.

Trotz Niederlage und Playoff-Aus, kann unsere Mannschaft erhobenen Hauptes in die Sommerpause gehen, hat sie nach vier mageren Jahren doch erstmals wieder die Endrunde erreicht und dem Erzrivalen aus Bietigheim alles abverlangt.

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