Im Spitzenspiel gegen den EC Bad Nauheim konnten die Heilbronner Falken ihre Siegesserie auf vier Spiele ausbauen und die Partie mit 5:3 gewinnen. Vor 1.813 Zuschauern legte man im ersten Drittel den Grundstein für den Sieg, in dem man eine 3:1-Führung herausschießen konnte. Zweimal Valenti, Damon und Gervais sorgten für die Tore auf Seiten der Unterländer, während Ratmann, Gnyp und El-Sayed für die Hessen trafen, die im letzten Drittel noch einmal auf 4:3 herankamen, aber das Spiel nicht mehr drehen konnten. Wruck machte mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.

Das erste Drittel war von zahlreichen Strafen auf beiden Seiten geprägt, da die Schiedsrichter eine äußerst rigorose Linie fuhren und so kaum einmal mit fünf gegen fünf gespielt wurde. Erst traf es zweimal die Falken, die die Unterzahl recht souverän überstanden und dann ihrerseits im Powerplay zuschlugen. Bei fünf gegen drei legte Nikiforuk quer auf Damon und der Kapitän hämmerte die Scheibe zum 1:0 in die Maschen (7.). Zwei Minuten später konnten die Kurstädter ebenfalls im Powerplay ausgleichen. Nach einem Schlagschuss von der blauen Linie war Ratmann für den Abpraller zur Stelle und bezwang Nemec zum 1:1. Aber es ging munter weiter mit den Strafen, nun traf es wieder die Gäste und die Unterländer profitierten. Valenti zog im Slot ab und brachte Heilbronn wieder in Führung (12.). Wiederum zwei Minuten später setzte sich Gervais an der Bande durch, zog vors Tor und erhöhte auf 3:1. Nun kochten die Emotionen hoch, direkt nach dem Treffer lieferten sich Soramies und Kahle einen Fight, für den beide 2+2+10 Minuten erhielten. Soramies musste wegen Stockschlags weitere zwei Minuten raus, dazu gesellten sich wenig später auch noch Miller und Brady, so dass die Falken zwei Minuten in doppelter Unterzahl überstehen mussten – und das erfolgreich! Bad Nauheim agierte zu statisch, konnte sich zwar die ein oder andere Chance herausspielen, aber war vor dem Kasten nicht kaltschnäuzig. Zudem machte sich das Fehlen von Fiddler, Card und Hamill bemerkbar.

Nach vier Toren und 46 Strafminuten in den ersten 20 Minuten hatte das Mitteldrittel nur noch einen Treffer und zehn Strafminuten zu bieten. Bei fünf gegen fünf neutralisierten sich beide Teams weitgehend, wirklich gefährlich wurde es vor beiden Toren nur selten. Heilbronn durfte dreimal in Überzahl agieren, zeigte aber nicht mehr die gleiche Geradlinigkeit wie im ersten Durchgang. So schien alles schon auf einen torlosen Durchgang hinzudeuten, bis unmittelbar nach dem Ablauf einer Strafzeit Valenti frei zum Schuss kam – und den Puck nicht richtig traf. Trotzdem kullerte die Scheibe am verdutzten Bick im Nauheimer Tor vorbei zum 4:1 über die Linie (39.).

Im letzten Drittel hätte frühzeitig Nikiforuk bei einem Alleingang für die Vorentscheidung sorgen können, scheiterte aber an Bick. Auch im Powerplay waren die Möglichkeiten für den fünften Treffer da, aber stattdessen kamen die Hessen plötzlich zurück ins Spiel. Etwas aus dem Nichts konnte in der 49. Minute Gnyp auf 4:2 verkürzen, auch er konnte einen Rebound verwandeln. Und nur 94 Sekunden später erzielte Ex-Falke Marc El-Sayed mit einem Backhander den Anschlusstreffer. So ging es in eine spannende Schlussphase, in der Heilbronn zunächst ein Unterzahlspiel überstand und dann mit einem Empty Net Goal alles klar machte. Wruck setzte 46 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem 5:3 den Schlusspunkt.

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