In einem guten und spannenden Spiel durften die Heilbronner Falken vor 1.226 Zuschauern einen knappen 3:2-Erfolg über den EC Bad Nauheim feiern. Nach einem chancenreichen, aber torlosen ersten Drittel glichen die Gäste die Führung der Unterländer im Mitteldrittel zweimal aus, bevor in der 59. Minute Ranta das Siegtor für Heilbronn erzielte.

Die Gastgeber mussten weiterhin auf Götz, Bettahar und Lambacher verzichten, auch Preto fehlte wegen seiner Abstellung zur U20-Nationalmannschaft. Dafür feierte Neuzugang Jimmy Sharrow in der Verteidigung sein Debüt an der Seite von Maschmeyer.

Die Falken begannen schwungvoll und hatten nach wenigen Minuten die große Chance, bei zwei Minuten doppelter Überzahl in Führung zu gehen. Doch erst trafen binnen weniger Sekunden Kirsch und Ranta bei Schlagschüssen nur den Pfosten, dann verteidigten die Gäste geschickt und blockten einige weitere Schussversuche ab. Auch danach war das erste Drittel von Powerplays auf beiden Seiten geprägt, aus denen beide Teams aber kein Kapital schlagen konnten. Chancen zur Führung waren da, aber auf beiden Seiten waren auch die Goalies mehrfach zur Stelle. Mirko Pantkowski bei Heilbronn und Felix Bick bei Bad Nauheim machten einen guten Job und retteten mehrfach in höchster Not, wobei die Gäste ihre größte Möglichkeit durch Dustin Sylvester in der 13. Minute vergaben. Und so ging es trotz stattlicher 17:17 Torschüsse torlos in die erste Pause.

Dafür dauerte es im Mitteldrittel nur eine halbe Minute, bis das 1:0 fallen sollte. Gibson bediente den aufgerückten Maschmeyer, der Bick umkurvte und die Falken in Führung brachte. Bad Nauheim antwortete mit einigen wütenden Angriffen und machte später auch im Powerplay viel Druck, so dass der Ausgleich in der 32. Minute die logische Folge war. Die Kurstädter gewannen den Zweikampf an der Bande, Reimer kam im Slot zum Schuss und traf zum 1:1. Nach nur 52 Sekunden hatten die Unterländer aber die perfekte Antwort parat: Kirsch zog auf und davon und schloss trocken zur erneuten Führung der Gastgeber ab. Die Gäste zeigten sich aber von diesem Rückschlag unbeeindruckt, hatten durch Dustin Sylvester mehrere Möglichkeiten und waren schließlich in der 38. Minute im Powerplay erfolgreich. Bires bezwang Pantkowski aus spitzem Winkel zum 2:2-Ausgleich.

Den Schlussabschnitt begannen die Falken nach einer kuriosen Strafe gegen Brandl wegen Reklamierens beim Einlaufen in Überzahl, brachten aber auch im fünften Powerplay nichts Zählbares zustande. So konnte in der Folgezeit jeder Fehler die Entscheidung für den Gegner bringen, aber beide Teams schenkten sich nichts, spielten diszipliniert und konnten sich trotzdem die ein oder andere Torchance herausspielen, wobei Krestan für die Gäste in der 45. Minute allein vor Pantkowski scheiterte, während auf der Gegenseite die Falken aber auch einige gute Abschlüsse hatten. Als in der Schlussphase dann schon vieles auf eine Verlängerung hindeutete, sollte Roope Ranta die Fans der Gastgeber doch noch zum Jubeln bringen. 102 Sekunden vor Schluss behielt der Finne im großen  Gestocher im Slot den Durchblick und drückte die Scheibe zum 3:2 über die Linie. Die knappe Führung hing in den letzten Sekunden dann noch am seidenen Faden, als die Kurstädter auf den Ausgleich drückten, aber am Ende brachten die Falken den Vorsprung mit etwas Glück und Geschick über die Zeit.

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