Am heutigen Freitagabend waren die Heilbronner EC Falken zum Start in das neue Spieltagswochenende in der Netzsch-Arena in Selb zu Gast. Die Selber Wölfe stehen mit zuletzt drei Niederlagen in Folge aktuell auf dem neunten Tabellenplatz. Die Falken konnten hingegen die letzten drei Spiele für sich entscheiden und belegen aktuell Rang fünf. Der erst vor wenigen Tagen mit einem Tryout-Vertrag ausgestattete Ryan Olsen stand heute Abend zum ersten Mal im Heilbronner Aufgebot. Verzichten musste Coach Jason O’Leary weiterhin auf Paul Fabian, Leon Bauhof, und Sebastian Hon. Im Tor startete erneut Florian Mnich, bei den Gastgebern stand Michel Weidekamp zwischen den Pfosten.
Bereits in den ersten Minuten war zu spüren, dass beide Teams von Beginn an präsent sein wollten. Die Gastgeber starteten mit einer guten Möglichkeit, bevor die Falken fast im direkten Gegenzug in Führung gingen: der Puck erreichte den goldrichtig stehenden Ryan Olsen, dessen platzierter Schuss zum 0:1 den Weg in die Maschen fand (4.). In der siebten Minute legte Olsen nach guter Vorarbeit von Erik Němec direkt nach und schloss zum 0:2 ab. Josef Huber nahm daraufhin eine Auszeit und im Anschluss fand sein Team besser ins Spiel. Ein erstes Powerplay sorgte für den Anschlusstreffer, nach tollem Zuspiel von Richard Gelke markierte Jake Coughler das zwischenzeitliche 1:2 (9.). Selb drückte daraufhin auf den Ausgleich und erzielte diesen in Person von Philip Rubin in der 14. Minute. Auch diesmal leistete Richard Gelke mit dem Querpass gute Vorarbeit – 2:2. Die Falken machten sich ihr kurzzeitiges Überzahlspiel in der 16. Minute durch ein eigenes Foul zunichte.
Zum Start des zweiten Abschnitts ging es mit Chancen auf beiden Seiten munter hin und her. In der 27. Minute gingen die Gastgeber dann zum ersten Mal in Führung. Tom Pauker schickte mit einem guten Aufbaupass Philip Rubin auf die Reise, der erfolgreich zum 3:2 abschloss. Erik Němec scheiterte im nächsten Angriff, ehe die Falken wieder in Unterzahl agieren mussten. Selb spielte ein gutes Powerplay, doch der Spielstand blieb unverändert. Die Hausherren blieben auch im Anschluss am Drücker, den Falken gelang in dieser Phase offensiv wenig. Etwas überraschend fiel daher der Ausgleich durch Chris Schutz, der in der 33. Minute einen von der Bande abprallenden Puck mit der Rückhand im Tor unterbrachte. Es folgte ein Heilbronner Powerplay, in dem sich Selb in Unterzahl eine gute Chance erarbeitete. Philip Rubin bekam einen Penalty zugesprochen, konnte diesen jedoch nicht verwandeln. Im nächsten Heilbronner Überzahlspiel ging es dann ganz schnell: nur 15 Sekunden dauerte es, bis auch Chris Schutz zum zweiten Mal traf und die Falken wieder in Führung brachte (37.). Kurzzeitig konnten die Wölfe zum Ende des Drittels nochmals in Überzahl agieren. Dann folgte jedoch eine fünf-Minuten-Strafe auf Seiten der Gastgeber, sodass die Falken in Überzahl in das letzte Drittel starten konnten.
In der 42. Minute hieß der Torschütze zum dritten Mal Chris Schutz und baute die Führung der Gäste – erneut in Überzahl – auf 3:5 aus. Die Falken zeigten ein gutes Powerplay und hielten die Wölfe ordentlich auf Trab. Bei fünf gegen fünf versuchten die Hausherren, ebenfalls weiter gute Chancen zu generieren, doch die Falken-Defensive stand gut und wenn nötig war Florian Mnich zur Stelle. Knapp vier Minuten vor Spielende verließ Michel Weidekamp sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Nur wenig später ging eine Scheibe hinter Florian Mnich zu Bruch, was für eine längere Unterbrechung sorgte. Ein erneutes Unterzahlspiel, diesmal jedoch bei vier gegen sechs, überstanden die Falken im Anschluss unbeschadet, wenngleich Florian Mnich mehrmals eingreifen musste. Eineinhalb Minuten vor Ende traf Erik Němec ins leere Tor und erhöhte auf 3:6 (59.). Es folgten noch fünf-Minuten-Strafen auf beiden Seiten und ein Treffer von Richard Gelke in der 59. Minute, der den Endstand auf 4:6 festsetzte. Dies änderte jedoch nichts am Auswärtssieg der Heilbronner EC Falken, die die drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen konnten.