Die Falken gingen mit dem Schwung der letzten Siege in die Partie und konnten nach 31 Sekunden vermeintlich schon Jubeln, als der Puck im Bietigheimer Netz zappelte. Allerdings erkannte der Schiedsrichter das Tor wegen eines Handpasses nicht an. Zwei Minuten später war es dann allerdings soweit. Einen Pass von Falkenkapitän Jordan Heywood verwandelte der ehemaliger Bietigheimer Mark Heatley zum 1:0. In der siebten Spielminute musste dann Kevin Lavallée wegen eines Checks mit Verletzungsfolge gegen Rob Brown mit einer 5 + Spieldauerstrafe vom Eis. Lange konnten sich die Falken in Unterzahl tapfer wehren, in der 10. Minute jedoch erzielte Dominic Auger den Ausgleich und gute drei Minuten später konnten die Gäste gar durch Matt McKnight mit 2:1 in Führung gehen. Allerdings nahmen die Unparteiischen dazu den Videobeweis zu Hilfe. Zwei weitere Strafen gegen Christoph Eckl und Henry Martens konnten die Falken dann unbeschadet überstehen.

Die Falken ließen sich vom Rückstand nicht entmutigen und kamen erneut engagiert aus der Kabine. In der 27. Minute kam Falken-Topscorer Brandon Alderson mit Schwung über rechts ins Angriffsdrittel, fasste sich ein Herz und schloss unhaltbar für Gästekeeper Ilya Sharipov rechts über die Fanghand zum 2:2 Ausgleich ab. Nun ging es fast im Dreiminutentakt weiter. Das Spiel war wieder offener, die Falken die Spielbestimmende Mannschaft. In der 30. Minute konnte Richard Gelke einen Rebound nach einem Schuss von Jonas Schlenker zur erneuten Führung verwandeln – 3:2. Wieder drei Minuten später fand erneut Jonas Schlenker Falkenroutiner Mark Heatley, der mit seinem zweiten Tor an diesem Abend das 4:2 erzielte – Ansatzlos erneut über Sharipovs Fanghand. Die einzige Strafe des Mitteldrittels bekam dann Falkenstürmer Dennis Palka wegen Beinstellens. In der 37. Minute schlugen die Steelers wieder in Überzahl zu und verkürzten durch Shawn Weller zum 4:3. Auch bei diesem Tor der Gäste musste der Videobeweis herhalten.

Der Beginn des dritten Drittels gehörte dann dem Tabellenführer. Zunächst hatten Richard Gelke und Matt McKnight kleinere Nettigkeiten ausgetauscht und sich auf der Strafbank wiedergefunden. In der 46. Spielminute gelang dann den drückenden Steelers durch Tyler McNeely der Ausgleich. Das Spiel kippte immer mehr Richtung der Gäste, die ihre Drangphase weiter nutzen konnten und in der 54. Minute durch den früheren Heilbronner Frédéric Cabana gar wieder in Führung gingen. Die letzten Minuten der regulären Spielzeit hätten spannender nicht sein können. Die Falken warfen alles nach vorne um noch den Ausgleich zu erzielen. In der 58. Minute wurde dann Justin Kirsch beim Alleingang kurz vor dem Tor gefoult und bekam folgerichtig einen Penaltyschuss zugesprochen. Diesen verwandelte er souverän zum 5:5 Ausgleich.

Mit diesem Spielstand ging es dann in die Verlängerung. Hier hatten beide Mannschaft Chancen zum Sieg, beide Goalies hielten jedoch was zu halten war. Unrühmlicher Höhepunkt der Verlängerung war ein hoher Stock mit Verletzungsfolge von Mark Heatley gegen Shawn Weller. Heatley war aufgrund seiner 5 + Spieldauer Disziplinarstrafe nicht mehr zu beruhigen und ließ sich zu einer Unsportlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter hinreißen, für die er noch dazu eine Matchstrafe erhielt.

Die Partie indes musste im Penaltyschießen entschieden werden. Tyler McNeely begann für die Bietigheimer und scheiterte prompt an Falkengoalie Marcel Melicherčík. Im Gegenzug verwandelte Justin Kirsch seinen zweiten Penalty an diesem Abend. Melicherčík hielt auch den nächsten Penalty von Marcus Sommerfeld, sodass Falkentopscorer Brandon Alderson mit seinem Treffer die Partie zugunsten der Falken beenden konnte.

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