Heilbronner Falken

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Falken verzweifeln an Passaus Abwehrriegel

Die Heilbronner Falken zeigten am Sonntagabend die wohl schwächste Leistung in einem Heimspiel in dieser Saison und verloren gegen die Black Hawks aus Passau etwas überraschend, aber durchaus verdient mit 1:2. Vor 1.493 Zuschauern konnte lediglich Verteidiger Malte Krenzlin den starken Gästekeeper Janik Engler überwinden.

Die Unterländer mussten weiterhin auf Skvorcovs, Just und Fern und kurzfristig auch auf Gromov verzichten, aber auch bei den Niederbayern fehlten einige Akteure, so dass die Gäste gerade noch drei Reihen aufbieten konnten. Den besseren Auftakt erwischte Passau, der erste gefährliche Schuss aufs Tor von Patrick Berger fand in der 6. Minute den Weg ins Netz. Andre Schembri konnte unbedrängt abziehen und traf präzise ins lange Eck. Auch danach fanden die Falken nicht richtig ins Spiel. Pech hatte das Team von Niko Eronen, als Marvin Drothen nach neun Minuten nur den Pfosten traf. Ansonsten tat man sich aber in der Offensive sehr schwer gegen geschickt verteidigende Black Hawks, die kaum klare Torchancen zuließen. Auch im einzigen Powerplay des ersten Durchgangs fehlten die Ideen und der nötige Zug zum Tor, um den Abwehrriegel der Niederbayern zu knacken. 

Im Mitteldrittel wurde das Spiel etwas offener, aber nicht wirklich besser. Immerhin gelang den Falken nach 26 Minuten der Ausgleich zum 1:1, nach toller Vorarbeit von Luis Ludin konnte der mitgelaufene Malte Krenzlin im Slot Janik Engler im Tor der Gäste bezwingen und sich über seinen ersten Saisontreffer freuen. Doch anstatt nun den Schwung des Ausgleichs mitzunehmen, leisteten sich die Unterländer zwei Strafen und mussten vier Minuten Unterzahl überstehen, in denen man sich mehrfach bei Berger im Tor bedanken konnte, dass man sich kein Gegentor einfing. Auf der Gegenseite gab es auch Möglichkeiten in Unterzahl durch Wagner und Hon, doch das Führungstor sollte nicht gelingen. Bei einer eigenen Überzahl wenig später lief dagegen wieder wenig zusammen. So war das 1:2 in der 35. Minute in dieser Phase gar nicht mal überraschend, wieder schlugen die Passauer Routiniers zu, als Schembri in der Ecke den Zweikampf gewann und Rene Röthke im Slot bediente, der Berger überwinden konnte. Von Heilbronn kam dagegen bis zur Drittelpause deutlich zu wenig, keine einzige gefährliche Aktion musste Engler entschärfen.

Coach Eronen reagierte und stellte die Sturmreihen komplett um, im das Angriffsspiel in Schwung zu bringen, war damit aber letztlich nicht erfolgreich. Nolan Ritchie hatte zwar den Ausgleich auf dem Schläger, ansonsten änderte sich das Spiel zunächst aber kaum. Vor allem in Überzahl wurden Just und Fern schmerzlich vermisst, auch das vierte Powerplay des Abends verpuffte wirkungslos. Die Unterländer waren optisch zwar überlegen und schnürten die Gäste in den letzten Minuten permanent im eigenen Drittel ein, doch vor dem gegnerischen Tor fiel ihnen immer noch nicht viel ein. Passau verteidigte weiter geschickt und brachte die knappe Führung auch dank einer starken Torhüterleistung am Ende ins Ziel.