Heilbronner Falken

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Erneute Niederlage nach verschlafenen Auftakt 

Die Heilbronner Falken konnten ihre Negativserie auch gegen den EC Peiting nicht stoppen. Schon nach einer Minute lag man mit 0:2 zurück und lief diesem Rückstand die restlichen 59 Minuten vergeblich hinterher. Außer dem zwischenzeitlichen Anschlusstor von Jentsch sollte das Team von Niko Eronen nichts Zählbares zustande bringen, die Leichtigkeit und Effektivität aus der Zeit der Siegesserie sind völlig verloren gegangen. So durfte sich der neue Gästetrainer Lanny Gare in seinem ersten Spiel vor 1.577 Zuschauern über einen 2:1-Erfolg seiner Mannschaft freuen. 

Bei den Falken waren Robin Just und Leon Gromov wieder einsatzbereit, lediglich Gunars Skvorcovs und Leon Fern fehlten weiterhin verletzungsbedingt. Das Spiel hatte kaum begonnen, da lagen die Unterländer schon mit 0:2 hinten. Peiting ging mit dem ersten Angriff nach 15 Sekunden in Führung, Czogallik traf aus kurzer Distanz zum 0:1. Und nur 59 Sekunden waren gespielt, als Holzmann abzog und Jokinen mit einem Schuss ins lange Eck überwinden konnte. Damit war der Arbeitstag des jungen Deutsch-Finnen schon beendet, fortan stand Patrick Berger im Kasten. Seine Vorderleute erholten sich von diesem frühen Nackenschlag zunächst nicht und fanden erst allmählich besser ins Spiel, präsentierten sich in der Defensive aber weiterhin fehlerhaft und im Angriff weitgehend harmlos. Gästekeeper Andreas Magg musste im ersten Drittel kaum einen gefährlichen Schuss parieren und kam auch im einzigen Überzahlspiel der Falken im ersten Durchgang nicht wirklich in Bedrängnis. Peiting war dem 0:3 näher als Heilbronn dem Anschlusstreffer, konnte die Führung aber nicht ausbauen.

Im Mitteldrittel beendeten die Fans ihren Stimmungsboykott und die Energie im Eisstadion übertrug sich Schritt für Schritt auch auf die Eisfläche, auf der die Falken nun mit mehr Konsequenz zu Werke gingen und spielbestimmend waren. Man tat sich aber weiter schwer, klare Chancen herauszuspielen. Die beste Möglichkeit hatte Just, der per Steilpass bedient wurde und allein auf den Peitinger Goalie zulief, die Scheibe aber nicht an Magg vorbei brachte. In der 35. Minute war der Bann dann gebrochen, als sich im Powerplay Niklas Jentsch ein Herz fasste und den Puck unter die Latte hämmerte. Doch gerade als die Falken drauf und dran waren, auf den Ausgleich zu drängen, bremste man sich durch eine Strafzeit wieder einmal selbst aus. Hon musste wegen eines Bandenchecks hinter dem gegnerischen Tor für fünf Minuten auf die Sünderbank. Die Unterländer verteidigten in dieser Phase aber gut, ließen kaum gefährliche Schüsse zu und hatten durch Ludin sogar in Unterzahl den Ausgleich auf dem Schläger.

Die Hoffnungen, dass die Unterländer im Schlussabschnitt die Oberbayern im eigenen Drittel einschnüren und mit Vehemenz auf den Ausgleich drängen würden, erfüllten sich nicht. Peiting gelang es, das Spiel offen zu gestalten, und zeigte nur selten Lücken in der Hintermannschaft. So lief die Spieluhr unerbittlich runter, ohne dass sich am Spielstand etwas änderte, und auch die Schlussoffensive der Unterländer sollte letztlich vergeblich sein, es blieb beim 1:2.