Die Heilbronner EC Falken feierten einen rundum gelungenen Saisonauftakt. Vor 2.046 Zuschauern, die für eine prächtige Stimmung im Eisstadion am Europaplatz sorgten, gelang den Unterländern gegen den klar favorisierten ESV Kaufbeuren dank einer hervorragenden Mannschaftsleistung ein 4:1-Erfolg. Franzese, Gauch, Pavlu und Cabana sorgten für die Treffer der Gastgeber, die sich wie schon am Freitag in Deggendorf auf eine stabile Defensive und einen souveränen Florian Mnich im Tor verlassen konnten.
Die Unterländer mussten auf den gesperrten Anton Seewald verzichten, der durch Förderlizenzspieler Luca Franzese ersetzt wurde, so dass man mit vier Sturmreihen antreten konnte. Von Beginn an war es ein intensives und schnelles Oberligaspiel, in dem zunächst noch die ganz klaren Chancen fehlten, bevor die Falken in der 8. Minute in Führung gehen konnten. Hon und Cabana setzten sich im Zweikampf an der Bande durch und der Kapitän legte die Scheibe in den Slot zu Franzese, der direkt abzog und Nikita Quapp in Tor der Allgäuer bezwingen konnte. Auch in der Folge ließen die Unterländer die favorisierten Gäste kaum zur Entfaltung kommen und überstanden auch das erste Unterzahlspiel. Die Strafe gegen Thomas Gauch leitete indirekt das zweite Tor ein, denn kaum war der Verteidiger von der Strafbank zurück, konnte er die Scheibe unter Kontrolle bringen und sie in der 14. Minute zum 2:0 in die Maschen hämmern. Doch Kaufbeuren zeigte sich nicht geschockt, sondern schlug zwei Minuten später zurück. Dieses Mal gingen die Gäste im Zweikampf an der Bande siegreich hervor und Nikitins im Slot konnte Mnich im Tor der Gastgeber im Nachschuss erstmals überwinden. Nachdem die Falken anschließend Möglichkeiten von Scheck und Nemec ungenutzt ließen und ihr erstes Powerplay torlos blieb, ging es mit einer 2:1-Führung in die erste Pause.
Im Mitteldrittel übernahm Kaufbeuren die Initiative und drängte auf den Ausgleich. Yogan hatte in der 22. Minute bei einem Pfostenschuss Pech, ansonsten war Florian Mnich im Tor der Falken da, wenn er gebraucht wurde. Die Unterländer hielten weiterhin gut dagegen und ließen sich kaum einmal länger im eigenen Drittel einschnüren, sondern sorgten immer wieder auch für Entlastung. Im einzigen Heilbronner Powerplay des zweiten Durchgangs sollte zwar nicht viel gelingen, auf der Gegenseite überstand man auch ein Unterzahlspiel ohne Gegentor. Die beste Heilbronner Chance im Mitteldrittel vergab Nemec, der kurz vor der Pause mit einer Direktabnahme an Quapp scheiterte.
Auch im Schlussabschnitt drängten die Allgäuer in der Anfangsphase vehement auf den Ausgleich, bissen sich an der Hintermannschaft der Unterländer aber die Zähne aus und kassierten durch Ribnitzky eine unnötige Strafe. Diese nahm nicht nur den Angriffsschwung der Gäste aus dem Spiel, sondern führte auch zum vorentscheidenden dritten Treffer der Gastgeber. Pavlu zog aus der Distanz ab und traf durch Freund und Feind hindurch in der 47. Minute zum 3:1. Danach gelang es den Gästen nicht, den Hebel noch einmal entscheidend umzulegen. Die Falken ließen weiterhin wenig zu, standen stabil in der Defensive und kämpften um jede Scheibe. Gästecoach Sebastian Buchwieser nahm schon viereinhalb Minuten vor dem Ende seinen Keeper vom Eis, wurde aber nicht mehr belohnt. Freddy Cabana zirkelte drei Minuten vor Schluss die Scheibe aus dem eigenen Drittel ins leere Gästetor zum 4:1-Endstand.