Die HEC Falken feierten am Sonntagabend einen überzeugenden 5:0-Sieg gegen die Erding Gladiators. Vor 1.745 Zuschauern wurde mit drei Toren im ersten Drittel der Grundstein für den Erfolg gelegt, der im weiteren Verlauf nicht mehr in Gefahr geriet. Ein besonderer Abend war es für Youngster Pascal Widmann, der seinen ersten Oberliga-Treffer erzielen konnte, und Torhüter Florian Mnich, der sich über seinen ersten Shutout in dieser Saison freuen durfte.
Wie schon am Freitag in Stuttgart erhielten die Falken keine Verstärkung durch Bietigheimer Förderlizenzspieler, es fehlten auch weiterhin die verletzten Stürmer Bauhof, Fabian und Hon. Anders als in den letzten Heimspielen waren die Unterländer schon im ersten Durchgang hellwach und gingen durch die erste Offensivaktion in Führung. Über Nemec und Olsen lief die Scheibe zu Curtis Roach, der aus kurzer Distanz Johannes Kurrer im Tor der Oberbayern bezwingen konnte und nach 35 Sekunden sein erstes Saisontor erzielte. Danach spielten die Gladiators aber munter mit und hatten auch die ein oder andere Chance, konnten aber auch ihr erstes Powerplay nicht nutzen. Erfolgreicher waren dagegen die Gastgeber in ihrem ersten Überzahlspiel, in dem 80 Sekunden lang eigentlich nichts zusammenlief und man nach einem Fehler im Spielaufbau beinahe sogar den Ausgleich kassiert hätte. Dann aber kam Ryan Olsen frei zum Schuss und ließ Kurrer keine Chance, 2:0 nach zwölf Minuten. Bis zur Drittelpause spielten dann fast nur noch die Unterländer, die die Partie nun klar dominierten und 14 Sekunden vor dem Ende noch einmal belohnt wurden, als man viel Druck aufs gegnerische Tor ausübte und schließlich Seewald die Scheibe zum 3:0 über die Linie arbeitete.
Auch im Mitteldrittel ließen die Falken die in dieser Saison bislang so starke Offensive der Gladiators kaum zur Entfaltung kommen. Heilbronn kontrollierte das Spiel, agierte konzentriert und diszipliniert und konnte in der 31. Minute die Führung ausbauen. Pavlu prüfte Kurrer, Spurgeon war zur Stelle und drückte den Abpraller zum 4:0 über die Linie. Danach hatten die Oberbayern zwar die ein oder andere Chance, zu verkürzen, doch Florian Mnich im Falken-Tor war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Auf der Gegenseite legten die Unterländer noch den fünften Treffer nach. Die vierte Sturmreihe um Kevin Dibrov und Pascal Widmann erhielt mit wechselnden Mittelstürmern recht viel Eiszeit und wurde in der 38. Minute belohnt, als zunächst Cabana an Kurrer scheiterte, aber Widmann nachsetzte und die Scheibe über die Linie bugsierte. Die Referees überprüften eine mögliche Torhüterbehinderung per Videobeweis, entschieden aber, dass der Treffer korrekt erzielt wurde.
Die Falken starteten mit einem guten, aber letztlich erfolglosen Powerplay in den Schlussabschnitt, hätten dann aber beinahe nach einem leichtfertigen Puckverlust im eigenen Drittel Erding den Ehrentreffer geschenkt, doch Schultz verzog knapp. Im weiteren Verlauf muss man sich allenfalls vorwerfen lassen, aus weiteren Möglichkeiten vor allem im Powerplay nicht mehr gemacht zu haben, zahlreiche Chancen zum 6:0 ließ man liegen. Auf der anderen Seite gelang es, Florian Mnich den Shutout zu sichern, auch wenn dieser bei einem Pfostenschuss von Eberhardt in einem Erdinger Powerplay drei Minuten vor Schluss noch einmal ernsthaft in Gefahr geriet.