Die Ausgangslage war klar – mit einem Punkt im Gepäck hätten sich die Heilbronner Falken das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale aller Voraussicht nach gesichert. Doch daraus wurde nichts, die Unterländer verloren bei den Bietigheim Steelers mit 2:5. Vor 4.517 Zuschauern in der ausverkauften EgeTrans Arena waren zwei Tore durch Valenti und Gervais im letzten Drittel nicht genug, um etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Am Ende wurde es dank zweier Empty-Net-Goals ein deutliches Ergebnis.

Die Falken ließen Nemec, Brady, Soramies und Della Rovere zu Hause, dafür rückten Samuels-Thomas und Knaub in die Aufstellung, wobei Letzterer schon in der Anfangsphase einige Duftmarken setzte. So waren die Gäste in den ersten zehn Minuten auch das klar bessere Team, immer wieder konnte man die Steelers im eigenen Drittel einschnüren, allein im Abschluss haperte es. Die Überlegenheit schlug sich nicht in Toren nieder, stattdessen häuften sich mit der Zeit Icings und Fehlpässe. Einer von diesen landete in der 14. Minute genau auf dem Schläger von Zientek, der nach einige Schritten einfach abzog und zu der zu diesem Zeitpunkt überraschenden Führung für Bietigheim traf, wobei Pantkowski im Tor allerdings nicht allzu glücklich aussah. In der Folge taten sich beide Teams in der Offensive schwer, mit dem knappen 1:0 ging es in die erste Pause.

Im Mitteldrittel fehlte den Falken dann weiterhin die Durchschlagskraft in der Offensive. Kaum einmal konnte man sich klare Chancen herausspielen, überstand aber immerhin zwei Unterzahlsituationen recht souverän, während bei eigener Überzahl wenig zusammenlief. Nach Ablauf einer Strafe gegen Monteith hatten die Gastgeber ihre beste Phase und einige Möglichkeiten, den zweiten Treffer nachzulegen, doch Pantkowski war zur Stelle, wobei bei einem Schuss von Leclerc ihm die Latte zu Seite stand (33.). Von den Unterländern kam dagegen nun klar zu wenig, Brenner im Tor der Steelers wurde kaum gefordert.

Das änderte sich zu Beginn des Schlussdrittels, als Heilbronn endlich wieder etwas zielstrebiger den Weg zum gegnerischen Tor suchte und phasenweise auch Druck ausüben konnte. Effektiver zeigten sich aber weiter die Gastgeber, die in der 49. Minute in Überzahl erhöhten. In einer unübersichtlichen Situation fand die Scheibe irgendwie den Weg über die Linie, nach längerem Videostudium gaben die Schiedsrichter den Treffer von Leclerc. Immerhin fanden die Falken nun die richtige Antwort, drei Minuten später konnte Valenti per Schlagschuss ebenfalls im Powerplay auf 2:1 verkürzen. Einer echten Schlussoffensive standen dann zwei Strafen gegen Heilbronn im Weg, kurz vor Ablauf der zweiten erhöhte Bietigheim durch Breitkreuz nach einem Alleingang auf 3:1 (57.). Coach Alex Mellitzer riskierte alles und nahm knapp drei Minuten vor dem Ende den Goalie vom Eis – zunächst mit Erfolg. Wruck prüfte Brenner, den Rebound drückte Gervais zum Anschlusstreffer über die Linie (58.). Der Ausgleich sollte aber nicht mehr gelingen, vielmehr machte Bietigheim durch zwei Empty-Net-Goals von Zientek und Preibisch alles klar.

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