Im Duell der beiden HECs der Oberliga Süd setzten sich die HEC Falken gegen die Höchstadt Alligators deutlich mit 5:1 durch. Vor 1.640 Zuschauern waren die Unterländer das klar bessere Team, das lange etwas zu wenig aus seinen Chancen machte, bevor drei Tore im Schlussabschnitt noch für klare Verhältnisse sorgten. Leon Bauhof hatte Heilbronn in Führung gebracht und Topscorer Freddy Cabana zum 2:1 und 3:1 getroffen, bevor endlich auch bei Tyler Spurgeon und Chris Schutz der Knoten platzte, die zum 4:1 bzw. 5:1 jeweils ihren ersten Saisontreffer erzielen konnten.
Bei den Unterländern fehlten mit Erik Nemec und Curtis Roach zwei verletzte Kontingentspieler, auch Max Ziergiebel lief wieder für seinen Stammverein, die Bietigheim Steelers, auf. An seiner Stelle stand Förderlizenzspieler Luca Franzese bei den Falken im Line-up, zudem waren der erst 16-jährige Verteidiger Maksim Hanzek vom DNL-Team der Steelers und der Angreifer Marco Haas von den HEC Eisbären erstmals im Einsatz. Im Tor stand anstelle von Florian Mnich zum ersten Mal in dieser Saison Franz Jokinen. Dieser war im ersten Durchgang nicht allzu oft gefordert, musste einen gefährlichen Schuss von Eriksson parieren und hatte einmal Glück, dass Miller die Scheibe aus kurzer Distanz nicht über die Linie brachte. Auf der Gegenseite stand das Gehäuse des ehemaligen Falken-Keepers Luca Ganz häufiger im Blickpunkt. Die Unterländer waren das spielbestimmende Team, taten sich aber schwer, klare Chancen herauszuspielen. Anton Seewald hatte gegen seine ehemalige Mannschaft zwei gefährliche Abschlüsse, Marco Haas eine starke Einzelaktion. Mit zunehmender Spieldauer belagerten die Falken immer mehr das gegnerische Drittel und wurden in der 15. Minute endlich belohnt, als Fabian hinter dem gegnerischen Tor in Puckbesitz kam und Bauhof im Slot bediente, der direkt abzog und die Scheibe zum 1:0 unter die Latte setzte. Direkt danach wurde die Drittelpause wegen eines Lochs im Eis vorgezogen.
Als es dann weiterging, dauerte es nicht lange bis zum Ausgleich der Alligators. Topscorer Samuel Eriksson kam im ersten Überzahlspiel am Bullypunkt frei zum Schuss und konnte Jokinen überwinden (18.). Doch die Falken schlugen nur anderthalb Minuten später zurück und gingen wieder in Führung. Hanzek prüfte Ganz mit einem Schuss von der blauen Linie, Cabana war zur Stelle und verwandelte den Rebound zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel hätten die Gastgeber zunächst ihre Führung ausbauen können, ließen aber die ein oder andere Chance liegen und waren auch in Überzahl nicht erfolgreich. Im weiteren Verlauf war das Geschehen doch phasenweise recht zerfahren, wobei die Mittelfranken den ein oder anderen Nadelstich setzten, aber die Unterländer weiterhin dem dritten Treffer näher waren, aber auch im zweiten Powerplay im Abschluss glücklos blieben.
Für das dritte Tor musste dann wieder der Kapitän sorgen. Nach vier Minuten im Schlussabschnitt umkurvte Seewald den gegnerischen Kasten und legte auf Cabana ab, der zum 3:1 traf. Die Falken blieben nun dran und legten drei Minuten später nach. Spurgeon ging über die rechte Seite auf und davon und traf mit einem satten Schuss ins lange Eck (47.). Der Routinier leitete in der 55. Minute auch den schönsten Treffer des Abends ein, als er Haas im Slot bediente, der auf den freistehenden Schutz weiterleitete, der die Scheibe zum 5:1 versenkte. Damit war die Partie längst entschieden, von den Alligators kam im letzten Drittel nicht mehr allzu viel, während die Falken es nicht zuließen, dass noch einmal Spannung aufkam.