Auch das dritte Spiel in Folge konnten die Heilbronner Falken für sich entscheiden. Gegen die Eispiraten Crimmitschau war es lange eine sehr enge und spannende Partie, die die Unterländer am Ende mit 5:2 gewinnen konnten. Die Gäste waren dabei optisch mindestens ebenbürtig, verzweifelten aber immer wieder am Heilbronner Goalie Matthias Nemec, der eine ganz starke Leistung zeigte und verdient zum Spieler des Abends gewählt wurde.

Die Sachsen waren im ersten Drittel das aktivere Team und hatten den besseren Start. Matthias Nemec im Tor der Falken musste früh sein Können unter Beweis stellen und entschärfte einige gefährliche Schüsse der Gäste. Auf der Gegenseite hatten die Unterländer Pech, als Gervais nach drei Minuten am Pfosten scheiterte. Als ein erstes Unterzahlspiel überstanden war, schlugen die Gastgeber in der 11. Minute dann zu. Kirsch prüfte Arnsperger aus spitzem Winkel, Valenti war zur Stelle und staubte aus kurzer Distanz zum 1:0 ab. Ansonsten tat sich Heilbronn in der Offensive jedoch schwer, erst kurz vor Ende des Drittels hatte Ribarik noch eine gute Chance zu erhöhen, wurde aber im letzten Moment gestoppt.

Nachdem in der Anfangsphase des Mitteldrittels den Falken noch nicht viel gelingen wollte, folgte die bislang stärkste Phase. Ein Schuss von Gervais strich knapp vorbei, wenige Sekunden später zog Götz ab und traf genau in den Winkel zum 2:0 (25.). Wruck hätte kurz danach nachlegen können, scheiterte aber an Arnsperger. Es folgte ein Überzahlspiel, in dem sich Heilbronn zunächst lange schwer tat, dann aber doch noch erfolgreich war. Eine Koproduktion der beiden Jungadler brachte das 3:0, nach Doppelpass mit Thiel überraschte Ribarik den Goalie der Eispiraten im kurzen Eck – das erste Saisontor des Youngsters (31.). Eine komfortable Führung? Keineswegs, denn Crimmitschau blieb unbeeindruckt, hatte in einem guten Powerplay noch mehrfach Pech und wurde schließlich in der 36. Minute belohnt. Dem ersten Treffer der Gäste ging jedoch ein kapitaler Fehlpass der Falken im eigenen Drittel voraus, Demmler sagte Dankeschön und bezwang Nemec mit einem satten Schuss. Doch damit nicht genug, zwei Minuten später setzte sich Topscorer Lemay über die rechte Seite durch und sorgte aus spitzem Winkel für den Anschlusstreffer.

Im letzten Drittel bemühten sich die Eispiraten dann um den Ausgleich, doch Heilbronn stand nun defensiv gut, spielte konzentriert und ließ nur wenig zu. Auf der Gegenseite wurden dann aber auch die eigenen Angriffe nicht konsequent genug zu Ende gespielt, ein Konter von Kirsch blieb lange die einzige klare Möglichkeit. Auch Strafzeiten wurden lange vermieden – bis zur 54. Minute, als Götz aufs Sünderbänkchen musste und Crimmitschau ein starkes Powerplay aufzog. In dieser Phase hielt Nemec im Tor der Falken mit starken Paraden die Führung fest. Für die Vorentscheidung sorgte dann in der 57. Minute die erste Reihe der Unterländer: Über Gervais und Della Rovere lief die Scheibe zu Wruck, der mit einem Backhander auf 4:2 erhöhte. Gästecoach Mario Richer nahm 84 Sekunden vor Schluss den Keeper vom Eis, wurde aber nicht belohnt. Reisz traf noch den Pfosten des leeren Tores, Pierre Preto setzte dann den Schlusspunkt zum 5:2.

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