Die DEL2-Hauptrunde 2018/2019 ist beendet und die spannendste Phase der Saison hat begonnen. In der Pre-Playoff-Serie, die im best-of-three-Modus ausgespielt wird, geht es für die Falken wie bereits im letzten Jahr gegen die Dresdner Eislöwen. Da man sich für diese Serie vorab das Heimrecht sichern konnte, fand die erste Partie am 8. März 2019 in der heimischen Kolbenschmidt-Arena statt.

In den ersten Sekunden rutschte der Puck gleich mehrfach gefährlich knapp am Tor von Marco Eisenhut vorbei. Beide Teams starteten engagiert ins Spiel, wobei die Gäste zunächst die besseren Chancen verbuchen konnten und in der dritten Spielminute in Führung gingen. Ein Schuss von Jordan Heywood fand von der blauen Linie aus den Weg ins Heilbronner Tor. In den folgenden Minuten konnten beide Teams die Chancen des Gegners bereits frühzeitig abwenden. Eine erste Unterzahlsituation Mitte des Drittels bewältigten die Falken souverän – Patrick Kurz und Justin Kirsch konnten sich sogar eine gute Torchance erarbeiten. Mit einem Schuss von Timo Walther in der zwölften Minute waren die Falken wieder komplett und drängten auf den Ausgleich, der ihnen wenig später gelang. Nach Vorarbeit von Alexander Lambacher und Kyle Helms netzte Samuel Soramies in der 13. Minute mit der Rückhand zum 1:1 ein. Es folgten weitere Chancen der Eislöwen, doch Tom Knobloch und Harrison Reed scheiterten an Mirko Pantkowski, der sich in der 18. Minute nach einem Puckverlust der Falken erneut geschlagen geben musste. Stefan Della Rovere ließ sich nicht lange bitten und schloss mit einem platzierten Schuss zum 1:2 ab.

Zu Beginn des zweiten Drittels hinderte Mirko Pantkowski Steve Hanusch mit einem schönen Save daran, den dritten Treffer für die Gäste zu erzielen. Marco Eisenhut hingegen musste in der 24. Minute erneut hinter sich greifen, der Torschütze zum 2:2 hieß Derek Damon. Gleich anschließend tauchte Greg Gibson völlig frei vor Marco Eisenhut auf, der mit der Fanghand noch schnell genug reagieren konnte. Gegen den Schuss von Alexander Lambacher in der 27. Minute war jedoch auch er machtlos und so gingen die Falken beim Zwischenstand von 3:2 zum ersten Mal in Führung. Dies verlieh den Gastgebern Aufwind und Marco Eisenhut stand zwischenzeitig mächtig unter Druck. Eine vereinzelte Chance für die Eislöwen ergab sich für Thomas Pielmeier in der 30. Minute, blieb jedoch ohne Folgen. In der 31. Minute jubelten die Falken erneut. Zwar wurde zunächst der Videobeweis bemüht, doch der Treffer wurde anerkannt und Kyle Helms zugesprochen – 4:2. Nach einem Bauerntrick von Niklas Postel musste Brock Maschmeyer wegen Hohen Stocks für zwei Minuten pausieren. Nur 13 Sekunden dauerte es und Thomas Pielmeier stand nach einer schönen Kombination goldrichtig und konnte in der 32. Minute auf 3:4 aus Sicht der Gäste verkürzen. Im folgenden Spielverlauf hatten es die Falken vor allem Mirko Pantkowski zu verdanken, dass es bei diesem Spielstand blieb. Mehrfach sicherte er in höchster Not. Knapp drei Minuten vor Schluss wurde die erste Strafe gegen Dresden ausgesprochen, doch die Falken konnten diese nicht für einen weiteren Treffer nutzen.

Das dritte Drittel sollte mit insgesamt sechs Treffern das torreichste des Abends werden. Los ging es in der 43. Minute mit einer Strafzeit gegen Dresdens Niklas Postel. Ein guter Schuss von Roope Ranta ging zunächst am Tor vorbei. Eine Sekunde war von den zwei Minuten Überzahl noch übrig, als Justin Kirsch aus gewohnter Position zum 5:3 traf. Die nächste Überzahlsituation folgte nur wenige Sekunden später und damit auch der nächste Überzahltreffer. Auf Zuspiel von Greg Gibson und James Sharrow erhöhte Derek Damon auf 6:3. Dies hätte die vorzeitige Entscheidung sein können, doch im direkten Gegenzug traf auch Steve Hanusch und verkürzte zum 4:6 aus Sicht der Eislöwen. In der 52. Minute ergaben sich gute Möglichkeiten für Derek Damon und Kevin Lavallée, doch Marco Eisenhut konnte beide Chancen entschärfen. Die Falken hatten die Partie eigentlich im Griff und trotzdem wurde es in der 54. Minute noch einmal richtig spannend. Mirko Pantkowski verlor beim Versuch, einen Dresdner Angriff zu klären, die Scheibe vor dem Tor, die direkt den Schläger von Steve Hanusch traf. Ohne Probleme netzte Hanusch zum erneuten Anschlusstreffer ein. Knapp vier Minuten vor Schluss folgte eine Strafzeit gegen Dennis Palka und wieder dauerte es nur 25 Sekunden, bis Derek Damon seinen dritten Treffer erzielte und die Falken ein weiteres Überzahltor bejubeln konnten. Die endgültige Entscheidung fiel dann 37 Sekunden vor Schluss, als Marco Eisenhut sein Tor bereits verlassen hatte und Greg Gibson zum 8:5 Endstand ins leere Tor traf. Die Falken haben nun bereits am Sonntag die Möglichkeit, mit einem Sieg in Dresden ins Viertelfinale einzuziehen.

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