Ein turbulentes Spiel boten die Heilbronner Falken und die Eispiraten Crimmitschau den 1.631 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena, die am Familientag bestens unterhalten wurden und durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt wurden. 7:4 hieß es letztlich für die Gastgeber, die nach gut zehn Minuten schon 4:0 führten, um die Sachsen dann wieder ins Spiel kommen zu lassen. Nach dem 4:4 in der 30. Minute bekam Heilbronn mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen in Folge das Spiel aber wieder in den Griff, schlug im Powerplay zweimal zu und setzte sich am Ende mit 7:4 durch.

Die Unterländer legten los wie die Feuerwehr, schon nach 43 Sekunden zappelte die Scheibe erstmals hinter Sebastian Albrecht im Eispiraten-Tor. Ranta hatte mit einem langen Pass Lavallée bedient, der zum 1:0 abschloss. In der Anfangsphase ging es weiterhin fast nur Richtung Crimmitschauer Tor, Kirsch und Lavallée hätten erhöhen können, bevor in der 7. Minute nach einem Fehlpass der Gäste im eigenen Drittel Ross wiederum Lavallée in Szene setzte, der eiskalt das 2:0 nachlegte. Doch damit nicht genug, zwei Minuten später nutzte Heilbronn das erste Powerplay zum dritten Tor, Sharrow spielte quer auf Ranta, der mit seinem Schlagschuss Albrecht keine Chance ließ. Die Falken nun wie entfesselt, wiederum zwei Minuten später scheiterte Gibson noch am Goalie, Ranta versenkte den Abpraller zum 4:0 (11.). Mit der ersten Strafe gegen die Gastgeber kamen die Sachsen dann besser ins Spiel, konnten in Überzahl trotz einiger Chancen aber noch keinen Treffer erzielen. Trotzdem fehlte bei Heilbronn nun die Konsequenz und die Konzentration der ersten Minuten, kurz vor Ende des Drittels konnte man den durchgebrochenen Flick nur durch ein Foul stoppen. Den Penalty verwandelte der Kanadier neun Sekunden vor Schluss zum 4:1.

Das gab den Gästen Auftrieb, die mit Schwung aus der Kabine kamen und nach nur 20 Sekunden durch einen abgefälschten Schlenzer zum 4:2 trafen, Schlenker war der Torschütze. Nun hatte Crimmitschau Oberwasser, wenige Sekunden später rettete Pantkowski in höchster Not gegen Körner, doch der Goalie der Falken konnte in der Folgezeit nicht verhindern, dass die Eispiraten bis zur 30. Minute zum Ausgleich kommen sollten. Während Kirsch für Heilbronn nur den Außenpfosten traf, verkürzte Kircher im direkten Gegenzug auf 4:3 (24.). Auch die Falken hatten weiter gute Chancen, doch die Sachsen machten nun die Tore: Hudson legte quer auf Pohl, 4:4. Hätte wenig später nicht der Pfosten für den geschlagenen Pantkowski gerettet, wäre Crimmitschau durch Pohl nach 32 Minuten im Powerplay sogar in Führung gegangen. So beruhigte sich das turbulente Spiel dann aber, bevor sich die Gäste in der Schlussphase des Drittels zwei Fouls leisteten. Das doppelte Überzahlspiel nutzten die Falken dann zum 5:4. Ranta bediente Gibson, der die Scheibe 13 Sekunden vor dem Ende über die Linie drückte.

Die zweite Strafe lief im Schlussdrittel weiter – und wieder konnten die Unterländer im Powerplay zuschlagen. Sharrows Schuss wurde von Helms zum 6:4 unhaltbar abgefälscht. Im direkten Gegenzug wären die Sachsen beinahe wieder zum Anschlusstreffer gekommen, dann aber schafften es die Gastgeber, mehr Stabilität in ihre Defensive zu bringen, und ließen nur noch wenige klare Möglichkeiten der Gäste zu. So ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die Schlussphase, in der erst Albrecht stark gegen Lavallée parierte und so die Entscheidung verhinderte und im Gegenzug Körner die letzte gute Chance der Gäste zum Anschlusstreffer vergab. Kirsch machte mit einem Empty Net Goal zwölf Sekunden vor Schluss dann alles klar.

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