Nach drei Niederlagen in Folge mit sehr durchwachsenen Leistungen zeigten die Heilbronner Falken im Heimspiel gegen die Kassel Huskies die richtige Reaktion. Vor 1.537 Zuschauern wurden die Nordhessen verdient mit 4:2 nach Hause geschickt. Nach einem torlosen ersten Durchgang schossen die Unterländer in einem starken Mitteldrittel durch Soramies, Damon und Miller eine deutliche Führung heraus. Nach dem Kasseler 3:1 stellte Della Rovere im letzten Drittel den alten Abstand wieder her, danach kamen die Gäste nicht mehr entscheidend zurück.

Es war das erwartet enge Spiel zwischen zwei Teams, die in der Tabelle zwar weit oben stehen, aber zuletzt nur phasenweise überzeugen konnten. Dementsprechend gab es im ersten Drittel einige gute Szenen, aber auch Phasen mit Leerlauf auf beiden Seiten. Chancen zur Führung gab es hüben wie drüben, bei einem Schuss von Möller gab erst der Videobeweis Klarheit, dass der Puck die Linie nicht überschritten hatte. Auch Della Rovere, Klos oder Koch hätten Heilbronn in Führung bringen können, während auf der Gegenseite unter anderem gegen die Ex-Falken Kirsch und Karachun retten musste. Zu wenig machten die Unterländer aus 45 Sekunden doppelter Überzahl, als zwei Huskies draußen saßen, aber das Tor von Kuhn kaum in Gefahr geriet. Deutlich besser und zielstrebiger dann kurz vor Drittelende das einzige Powerplay der Hessen, in dem Pantkowski mehrfach den Rückstand verhinderte.

Im zweiten Drittel nahm die Partie dann noch mal an Intensität zu. Wruck scheiterte früh an Kuhn, doch in der 26. Minute konnten die Falken dann jubeln. Koch behielt die Übersicht und bediente mit einem perfekten Pass durch den Slot Soramies, der zum 1:0 traf. Ein gutes Unterzahlspiel brachte weiteres Selbstvertrauen, Koch hätte bei einem Konter sogar nachlegen können. Neuzugang Jordan Samuels-Thomas war in seinem Heimspieldebüt auch ein Aktivposten, verzettelte sich zwar manchmal in Einzelaktionen, legte aber in der 33. Minute auf Brady ab, der die Scheibe direkt zu Damon weiterleitete, 2:0. 47 Sekunden später legte Valenti quer auf Miller, der auf 3:0 erhöhte. Aber die Huskies gaben sich noch keineswegs geschlagen und fanden die richtige Antwort, keine zwei Minuten nach dem dritten Falken-Tor brachte Topscorer Duffy die Scheibe zum Tor, Karachun fälschte ab, 3:1.

Auch im Schlussabschnitt hatten die Nordhessen ihre Möglichkeiten, noch einmal heranzukommen. In einem Unterzahlspiel brannte es einige Male lichterloh vor Pantkowski, doch die Unterländer überstanden diese wichtige Phase ohne weiteres Gegentor und legten auf der Gegenseite im Powerplay nach. Wruck bediente Della Rovere im Slot, der aus kurzer Distanz die Scheibe über die Linie drückte. Nach dem 4:1 konzentrierten sich die Gastgeber auf die Defensive und ließen lange nur wenig zu, bis in der 54. Minute die Huskies durch einen schnellen Angriff durch Kirsch nach Vorlage von Carroll noch einmal auf 4:2 verkürzen konnten. In der Schlussphase verstanden es die Falken dann aber geschickt, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten, und retteten den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit, ohne dass es noch einmal richtig eng wurde.

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