Vor 1.255 Zuschauern mussten die Heilbronner Falken eine unnötige, aber nicht unverdiente 1:2-Niederlage gegen den EC Bad Nauheim hinnehmen. Lange lief man einem frühen Rückstand hinterher, doch auf Kirschs Ausgleich folgte schnell der Siegtreffer der Gäste – ein Shorthander. Mit entscheidend war letztlich das Überzahlspiel der Falken, die in acht Versuchen keinen Treffer zustande brachten und dann sogar das entscheidende Gegentor hinnehmen mussten. So rutschte man nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten vom achten auf den zehnten Platz ab.

Trainer Unterluggauer musste weiterhin auf Eckl, Bernhardt und Gelke verzichten und veränderte erneut seine Sturmreihen. Trotzdem machten die Gäste zunächst den frischeren Eindruck, die in der Anfangsphase munter nach vorne spielten und in der 4. Minute belohnt wurden. Pauli nutzte das Durcheinander in der Heilbronner Hintermannschaft und schloss unbedrängt zum 0:1 ab. Auch danach hatten die Kurstädter mehr vom Spiel, während die Falken sich im Spielaufbau schwer taten und Gästekeeper Herden zunächst nur aus der Distanz prüften. Richtig druckvoll wurde es erst in Überzahl, als man sich einige Chancen erarbeitete, aber glücklos blieb, während auf der Gegenseite Bad Nauheim sein erstes Powerplay auch nicht nutzen konnte.

Auch im Mitteldrittel hatten die Unterländer große Mühe in der Offensive, immer wieder landeten Pässe beim Gegner, klare Chancen blieben zunächst aus. Dafür waren die Gäste dem zweiten Tor bei einem Konter von Frosch und in einem starken Überzahlspiel nahe, aber Melichercik behielt stets die Übersicht. Gegen Mitte des Drittels hatten die Falken dann ihre beste Phase, in der der Ausgleich mehrfach in der Luft lag. Aber bei Abschlüssen von Mapes und danach von Alderson, Götz und Ross in einem guten Powerplay fehlte letztlich die Präzision. Die Partie wurde nun offener, aber beide Keeper verhinderten, dass bis zur Drittelpause weitere Treffer fallen sollten.

Es sollte letztlich bis zur 48. Minute dauern, bis der Bann gebrochen war. Kirsch nahm einem Gegenspieler die Scheibe vom Schläger und hämmerte sie in den Winkel. Doch anstatt nun nachzulegen, folgte nur eine Minute später die kalte Dusche. Bei eigener Überzahl agierte Alderson im eigenen Drittel viel zu passiv, ließ Krestan unbedrängt das Tor umkurven und quer auf Lange passen, der aus kurzer Distanz Bad Nauheim wieder in Führung brachte. Die Hessen ließen sich dies bis zum Ende nicht mehr nehmen, weil Heilbronn weitere Überzahlspiele verstreichen ließ und sich eine bessere Schlussoffensive durch eine eigene Strafe verbaute.

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