Am heutigen Montagabend waren die Heilbronner Falken beim ESV Kaufbeuren zu Gast. Während die Gastgeber ihre letzten beiden Partien nach Penaltyschießen für sich entscheiden konnten, ging es für die Falken nach zwei Niederlagen um wichtige Punkte. Tim Miller und Matthew Neal standen beide wieder im Kader, im Tor startete erneut Matthias Nemec.

In den ersten Spielminuten agierten die Hausherren offensiver und erarbeiteten sich einige gute Möglichkeiten. Die Falken nutzten ihre erste Chance jedoch direkt aus und gingen in der siebten Minute durch Dylan Wruck in Führung. Ein erstes Unterzahlspiel überstand man unbeschadet, Bryce Gervais hatte sogar die Chance, zu erhöhen, scheiterte jedoch an Jan Dalgic. Auf der anderen Seite rettete das Gestänge gegen den Kaufbeurer Angriff. Nach einer erneuten Chance durch Dylan Wruck ließen auch die Falken ihr erstes Überzahlspiel ungenutzt. Der Ausgleich folgte in der 17. Minute: Die Falken hatten eine erneute Unterzahl gerade überstanden, da traf Tobias Wörle nach einer schönen Kombination mit Tyler Spurgeon zum 1:1. Das Team von Michel Zeiter fand jedoch die passende Antwort und Bryce Gervais sorgte nur 25 Sekunden später in Überzahl für das zwischenzeitliche 1:2.

Wenngleich die Falken mit einem ordentlichen Überzahlspiel in den zweiten Abschnitt starteten, waren es die Gastgeber, die den nächsten Treffer erzielten. Nach einem unglücklichen Puckverlust schnappte sich Florian Thomas die Scheibe und schloss seinen Alleingang mustergültig zum 2:2 ab. Die folgenden Minuten verliefen ohne nennenswerte Chancen auf beiden Seiten, ehe sich die Falken in der 29. Minute kurzzeitig im Angriff festsetzen konnten. Die kurze Druckphase blieb ohne Folgen, wieder punktete stattdessen Kaufbeuren und ging in der 31. Minute erstmals in Führung, als ein Schlagschuss von Denis Pfaffengut in Überzahl den Weg ins Tor fand. Die Gastgeber waren nun das überlegene und aktivere Team. Bei den Falken fehlte, auch im Powerplay, die Durchschlagskraft im Angriff. Die beste Chance hatte Matthew Neal, der allein vor Jan Dalgic auftauchte und vergab. Nach und nach gelang es auch den Falken wieder, Chancen zu generieren, doch wieder war es ein Puckverlust, der den Aufwind zunichtemachte und für die vorzeitige Entscheidung sorgte. John Lammers trug den Puck nach vorne und bediente Tobias Wörle, der die Führung seines Teams mühelos auf 4:2 ausbaute.

Mit einer kurzzeitig doppelten Unterzahl erwischten die Falken einen denkbar schlechten Start ins letzte Drittel. Aufgrund einer zusätzlichen Disziplinarstrafe fiel Stefan Della Rovere zudem für die nächsten zehn Minuten aus. Kaufbeuren verbuchte während des Überzahlspiels einige gute Chancen und verwaltete im Anschluss die komfortable Führung, verlor dabei jedoch nicht den Zug nach vorne. Obwohl im Anschluss gleich drei Strafzeiten hintereinander gegen Kaufbeuren ausgesprochen wurden, gelang den Falken kein weiterer Treffer. An Chancen mangelte es wahrlich nicht, doch ein Spieler nach dem anderen scheiterte am starken Jan Dalgic. Zweimal war dieser bereits geschlagen, da kratzten die Feldspieler den Puck noch von der Linie. Auch bei fünf gegen fünf blieben die Falken am Drücker, doch das Tor schien wie verriegelt und auch ein sechster Feldspieler, der anstelle von Matthias Nemec hinzukam, konnte nicht mehr zu einer Änderung des Spielstands beitragen.

Foto: DEL2/Benjamin Lahr

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