Die Heilbronner Falken reiten weiter auf der Erfolgswelle. Gegen die Löwen Frankfurt feierten die Unterländer nach einer starken Vorstellung mit 4:1 den fünften Sieg in Folge. Den Unterschied machte letztlich das zweite Drittel, das die läuferisch und kämpferisch starken Falken mit 3:0 für sich entscheiden konnten. Auch vom späteren 3:1 ließ man sich nicht beeindrucken und sorgte mit dem 4:1 in der 56. Minute für die Entscheidung.

Die beiden Mannschaften boten den 1.808 Zuschauern von Beginn an ein intensives Spiel, in dem Frankfurt bedingt durch ein frühes Powerplay zunächst die Initiative übernahm, Heilbronn sich aber schnell befreien konnte und durch Damon und Wruck erste gute Schussmöglichkeiten hatte. Aus einigen Fehlern im Aufbauspiel der Hessen konnte man kein Kapital schlagen, ließ in der Defensive aber auch wenig zu. Anstelle von Matthias Nemec stand wieder Mirko Pantkowski im Kasten, der zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde. Eine Drangphase bei vier gegen vier zur Mitte des Drittels konnten die Unterländer nicht zur Führung nutzen, wenig später wurde die Scheibe nach einem Schuss von Valenti in Überzahl noch von der Linie gekratzt. Glück hatte man dagegen, als in der 17. Minute Frankfurts Defensivhüne Delisle bei einem Distanzschuss nur den Pfosten traf.

Im Mitteldrittel legten die Falken dann noch einmal eine deutliche Schippe drauf. Miller, Nikiforuk, Knaub und Valenti hatten allesamt die Führung schon auf dem Schläger, bevor in der 26. Minute Topscorer Dylan Wruck für das 1:0 sorgte. Er zog aus kurzer Distanz ab und drückte den Nachschuss über die Linie. Die Löwen schalteten nach dem Rückstand einen Gang hoch und übten nun phasenweise Druck auf das Heilbronner Tor aus, aber die Durchschlagskraft fehlte. Die Unterländer blieben konzentriert und legten dann sogar in Unterzahl nach. Nach 33 Minuten stibitzte Wruck die Scheibe an der blauen Linie, zog auf und davon und ließ Hertel keine Chance. Ein Knackpunkt im Spiel folgte in der 37. Minute: Pantkowski leistete sich bei eigener Überzahl einen kapitalen Fehlpass, Proft lief allein aufs Heilbronner Tor zu, doch der junge Keeper konnte sein Missgeschick wieder ausbügeln und leitete den Gegenangriff ein, bei dem Gervais ins gegnerische Drittel marschierte und mit seinem Schuss Hertel keine Chance ließ – 3:0 statt 2:1.

Aber die Hessen gaben sich noch nicht geschlagen und übernahmen im letzten Drittel immer mehr die Initiative. Pantkowski rückte häufiger in den Mittelpunkt und war in der 46. Minute erstmals geschlagen. Bei einem abgefälschten Schlagschuss fand die Scheibe den Weg über die Linie, Buchwieser war der Torschütze. So ging es doch noch in eine spannende Schlussphase, in der Della Rovere erst in Überzahl die Riesenchance zum 4:1 vergab, indem er aus kürzester Distanz den Puck am leeren Tor vorbeischob. Vier Minuten vor dem Ende machte Della Rovere dann aber den Deckel drauf – mit einem ganz starken Move konnte er Hertel bezwingen. Das 4:1 war dann die Entscheidung, weitere Bemühungen der Löwen um eine Verbesserung des Ergebnisses waren nicht von Erfolg gekrönt.

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