Es war ein perfekter Auftakt ins neue Jahr für die Heilbronner Falken. Nach den Kassel Huskies am Samstag musste mit den Löwen Frankfurt auch das nächste Spitzenteam ohne Punkte die Heimreise antreten. Mit 4:1 behielten die Heilbronner Falken nach einer starken Vorstellung des gesamten Teams völlig verdient die Oberhand – 1.631 Zuschauer waren aus dem Häuschen. Fink, Kirsch, Heatley und Alderson erzielten die Tore, Melichercik im Tor hielt herausragend – und der amtierende Meister war geschlagen.

Das erste Drittel begann noch recht ausgeglichen, beide Teams konnten erste Überzahlsituationen noch nicht nutzen. Dann aber übernahmen die Gastgeber immer mehr das Kommando und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Brett Jaeger, der einige Male glänzend reagierte und so einen Rückstand der Löwen verhinderte. Die Falken suchten immer wieder den Abschluss, 24 Schüsse wurden allein im ersten Durchgang gezählt, wobei die spielerischen Highlights von der Reihe um Maylan, Alderson und Ross gesetzt wurden, Letzterer aber zweimal nach einer Traumkombination an Jaeger scheiterte. Vom Tabellenzweiten kam dagegen offensiv recht wenig, Melichercik im Falken-Tor wurde kaum ernsthaft geprüft. Da die Gastgeber ihre Überlegenheit nicht in Treffer ummünzen konnten, ging es torlos in die Kabinen.

Danach dauerte es aber nur 35 Sekunden bis zur längst verdienten Führung der Unterländer. Schlenker legte quer auf Fink, der Jaeger keine Chance ließ. Das war aber nicht etwa der Weckruf für die Löwen, weiter spielte nur Heilbronn, während die Hessen nur hinterherliefen – doch weitere Treffer sollten nicht fallen. Erst gegen Mitte des Drittels kam Frankfurt besser ins Spiel und hatte in der 34. Minute durch Stretch eine sehr gute Chance, doch Melichercik konnte den Ausgleich noch verhindern. Nun ging es rauf und runter – hüben vergaben Ross und Maylan und im direkten Gegenzug konnte Frankfurt ausgleichen. Ex-Falke Gron stellte seine Vollstreckerqualitäten unter Beweis und drückte die Scheibe aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie (37.). Nun war kurz Frankfurt am Drücker, bevor zwei Löwen gleichzeitig auf die Strafbank wanderten. 15 Sekunden vor Ende des Drittels zog Kirsch ab und nutzte das doppelte Überzahlspiel zur erneuten Führung der Gastgeber.

Im Schlussabschnitt blieb es zunächst spannend, beide Teams erspielten sich Möglichkeiten. Frankfurt hatte Pech, als Pistilli bei einem Alleingang nur den Pfosten traf, im Gegenzug scheiterte Lavallée an Jaeger. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, die Falken leisteten sich Strafzeiten und die Löwen machten viel Druck im Powerplay. Aber Marcel Melichercik im Kasten der Gastgeber zeigte eine fehlerlose Partie und verhinderte mehrfach den Ausgleich. Auf der Gegenseite stellte dann Heatley die Weichen auf Sieg: Nach perfektem Zuspiel von Bernhardt stand der Routinier im Slot goldrichtig und erhöhte auf 3:1 (52.). Und wenn es mal läuft, dann auch noch im Powerplay – Alderson setzte mit einem Schlagschuss von der blauen Linie den Schlusspunkt zum 4:1 (55.).

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