In einer am Ende dramatischen Partie durften die Heilbronner Falken endlich ihren ersten Heimsieg feiern. Es wurden zwar keine drei Punkte, aber immerhin konnte man sich nach einem 1:4-Rückstand zurück ins Spiel kämpfen und sich schließlich im Penaltyschießen den Zusatzpunkt sichern. Vor 1.463 Zuschauern sah es lange nicht danach aus, als würden die Unterländer, die ohne den angeschlagenen Kirsch antreten mussten, etwas mitnehmen, bevor man im Mitteldrittel verkürzen konnte und Ross nach 43 Minuten ausglich.

Es war der perfekte Auftakt für die Gastgeber: Schon nach 32 Sekunden zappelte die Scheibe hinter Tigers-Keeper Vosvrda im Netz, Heywood hatte aus der Distanz abgezogen. Doch Bayreuth, das ohne Gläser, Pesut und Barta antreten musste, schlug nach 128 Sekunden zurück, die Falken waren zu weit aufgerückt, keiner hatte Sebastian Busch im Blick, der auf und davon ging und Hare bezwingen konnte. Nach dem Ausgleich kam von beiden Seiten nicht allzu viel, einziger Aktivposten bei den Unterländern war Alderson, der drei ordentliche Abschlüsse hatte. Dafür handelte sich der Topscorer im Rückwärtsgang eine Strafe ein, die Bayreuth sofort ausnutzte. Kolozvary bediente im Powerplay Geigenmüller, dessen Direktschuss genau unter der Latte einschlug (14.). Doch damit nicht genug, kurz vor Drittelende passte Linden quer auf Stas im Slot, der auf 1:3 erhöhte.

Auch im Mitteldrittel sah es zunächst nicht so aus, als würden die Gastgeber das Spiel drehen können. Lavallée musste wegen eines Bandenchecks an Mayer unter die Dusche, und als auch noch Maylan auf die Strafbank wanderte, nutzten die Franken dies durch Bartosch in der 29. Minute zum 1:4. Doch dann waren die Falken binnen 44 Sekunden urplötzlich wieder im Spiel. Erst drückte Maylan bei einem Konter in Unterzahl die Scheibe über die Linie (33.), dann kam Ross von der Strafbank, stand goldrichtig und verkürzte auf 3:4. (34.). Plötzlich war auch die Kulisse wieder da, Heilbronn machte nun Druck, doch der Ausgleich sollte bis zur Drittelpause nicht mehr fallen.

Dafür klappte es nach drei Minuten im letzten Durchgang, als Alderson noch einmal quer auf Ross legte, der mit seinem zweiten Treffer das 4:4 erzielte. Nun hatten die Falken Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden, konnten den Schwung aber nicht in zwei Überzahlspiele mitnehmen, in denen dann zu wenig Torgefahr ausgestrahlt wurde. So ging es in eine ausgeglichene und spannende Schlussphase, in der sich keines der Teams noch einmal entscheidend in Szene setzen konnte.

In der Overtime hatte Bayreuth in Überzahl die große Chance zum Sieg, doch weder den Tigers noch den Falken bei ihren Breaks in Unterzahl sollte das 5:4 gelingen. So musste das Penaltyschießen entscheiden, das die Nerven der Fans weiter auf die Folter spannte. Ganze 13 Spieler vergaben, bis die Fans der Gastgeber jubeln durften. Während Andrew Hare bei sämtlichen Versuchen der Gäste siegreich blieb, vergaben für Heilbronn zunächst zweimal Maylan, Ross, Alderson, MacKay und Heatley, bevor ausgerechnet Youngster Christoph Eckl Gästekeeper Vosvrda bezwingen konnte und für die Entscheidung sorgte.

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