Zum letzten Mal in der laufenden DEL2-Hauptrunde trifft Heilbronn auf Ravensburg, und das gleich doppelt. Während die Towerstars heute Abend in der Kolbenschmidt-Arena zu Gast waren, werden die Falken am Sonntag für das Rückspiel nach Oberschwaben reisen. Die Towerstars waren auf dem neunten Tabellenplatz in das Wochenende gestartet und kämpfen an den verbleibenden Spieltagen um die direkte Playoff-Qualifikation, während die Falken ihren Platz im oberen Tabellendrittel verteidigen müssen.

Eine erste Überzahlsituation gleich zu Beginn konnten die Gäste nicht nutzen, Jared Gomes traf lediglich das Gestänge. Die Falken waren erst nach einigen Minuten so richtig im Spiel angekommen, erarbeiteten sich im Folgenden allerdings einige gute Möglichkeiten. Zunächst testete Neuzugang Bronson Maschmeyer Marco Wölfl von der blauen Linie. Mitte des Drittels scheiterte dann ein Falke nach dem anderen am Goalie der Towerstars. An Chancen mangelte es nicht, lediglich an der Verwertung. In der 13. Minute nutzten die Gäste eine Unaufmerksamkeit der Falken zur Führung. Nach einem Bully kam Robin Just in zentraler Position völlig frei zum Schuss und netzte souverän ein. Es folgte eine Druckphase der Towerstars, ehe auch die Falken zum ersten Mal punkten konnten: Nachdem Jordan Samuels-Thomas noch aus kurzer Distanz gescheitert war, glich Kevin Maginot 47 Sekunden vor der Pause in Überzahl zum 1:1 aus. Falken-Kapitän Derek Damon musste das Eis derweil verletzt verlassen und kehrte bis zum Spielende nicht zurück.

Die Falken starteten in Unterzahl in den Mittelabschnitt und diesmal ließen sich die Gäste diese Chance nicht nehmen. Ein platzierter Schuss von Vincenz Mayer führte zum 1:2. Ein Powerplay der Falken hingegen verstrich wenig später ohne weiteren Treffer. Zu lange wurde gezögert, zu selten der Abschluss gesucht. Die einzige Chance hatte Bryce Gervais, doch Wölfl konnte parieren. Besser lief es in der 29. Spielminute, es war das dritte Überzahltor des Abends. Ian Brady zog von der blauen Linie einfach ab und glich zum 2:2 aus. Der ursprüngliche Abstand war jedoch schon rund vier Minuten später wiederhergestellt, Andreas Driendl traf zum 2:3. Die Towerstars wollten ihre Führung nun ausbauen und schnürten die Falken mehrfach kurzzeitig in ihrem Drittel ein. Auch die Gastgeber hatten einige Male die Möglichkeit zu punkten, doch jegliche Versuche endeten beim Schlussmann der Towerstars.

Zu Beginn des dritten Drittels häuften sich die Fehlpässe auf Seiten der Falken, was es den Towerstars erleichterte, ihr eigenes Spiel aufzubauen. Zwar gab es auf beiden Seiten einige Torschüsse, zwingende Chancen waren jedoch selten. Obwohl die Falken öfter in Puckbesitz waren, gelang es ihnen kaum, bis zu Marco Wölfl vorzudringen. Ein erneutes Powerplay ließ man beinahe vollständig verstreichen, die Towerstars agierten offensiv und befreiten sich mehrfach. Erst wenige Sekunden vor Ablauf der Strafzeit setzte Brock Maschmeyer den ersten Torschuss ab. Eine schöne Einzelaktion zeigte Kevin Maginot in der 58. Minute, doch sein Schuss wurde weit über das Tor abgefälscht. Nach einer Auszeit blieb Mirko Pantkowski dann auf der Bank und sowohl Robin Just, als auch Thomas Merl sicherten ihrem Team mit zwei Empty Net Goals den 2:5 Auswärtssieg.

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