Heilbronner Falken

AKTUELLES

Gauch mit dem Gamewinner in der Verlängerung 

Nichts für schwache Nerven war das Duell am Freitagabend zwischen den HEC Falken und dem EC Peiting. Vor 1.600 Zuschauern verspielten die Unterländer eine 3:0-Führung, bevor man zum 4:4 ausgleichen und in der Overtime mit 5:4 gewinnen konnte. Nicht zufrieden wird Trainer Jason O’Leary mit den vielen Strafzeiten sein, die Peiting zurück ins Spiel brachten. Erik Nemec und Malte Krenzlin werden aufgrund von großen Strafen zumindest am Sonntag in Füssen nicht zur Verfügung stehen. 

Bei den Unterländern waren alle Spieler, die am letzten Wochenende gefehlt hatten, wieder im Einsatz. Nemec, Roach und Dibrov standen ebenso im Line-up wie Florian Mnich, der wieder den Kasten hütete. Von den Bietigheimer Förderlizenzspielern war neben Luca Franzese zum ersten Mal Dominik Klein als achter Verteidiger dabei, während Sebastian Hon verletzt fehlte. Nach dem ersten Bully dauerte es vier Minuten, bis die Falken-Fans erstmals jubeln durften. Freddy Cabana eroberte die Scheibe hinter dem Tor, zog nach innen und arbeitete den Puck irgendwie über die Linie. Danach waren aber die Gäste das aktivere Team mit den gefährlicheren Abschlüssen, doch weder Naumann noch Glas-Bader konnten Mnich mit ihren Schüssen überwinden, auch ein Powerplay der Gäste überstanden die Gastgeber ohne Gegentor. Die Falken taten sich dagegen in der Offensive recht schwer, klare Möglichkeiten herauszuspielen, hatten in der 13. Minute aber Pech, als Franzese nur den Außenpfosten traf. Drei Minuten später führte der beste Angriff der Unterländer im ersten Durchgang zum 2:0, als Fabian und Franzese Justin Scheck freispielten und dieser von der linken Seite mit einem präzisen Schuss Tommi Steffen im Gästetor bezwingen konnte.

Im Mitteldrittel sollte fast 15 Minuten überhaupt kein Treffer fallen, bevor sich in den letzten Minuten die Ereignisse überschlugen. Lange konnten sich die Unterländer auf Mnich im Tor verlassen, der gute Chancen von Zerhoch, Heger und MacKinnon zunichte machte und auch in zwei Unterzahlsituationen nichts anbrennen ließ. Bei den Falken hatte Schutz zwei gute Möglichkeiten, aber kein Glück im Abschluss. Erfolgreicher war in der 35. Minute Anton Seewald, der die Scheibe eroberte und zum 3:0 in die Maschen setzte. Die Oberbayern legten ihre Wut über einen angeblich ausgebliebenen Pfiff der Referees direkt in den nächsten Angriff, in dem Reimer auf und davon ging und nur 19 Sekunden nach dem 3:0 auf 3:1 verkürzte. Damit nahm das Unheil seinen Lauf, denn eine Minute später schickten die Schiedsrichter Erik Nemec wegen eines Checks gegen den Kopf mit einer Matchstrafe in die Kabine. Das folgende Powerplay nutzten die Gäste zu zwei Treffern. Erst schloss Heger einen schnellen Spielzug zum 3:2 ab (38.), dann kam Naumann frei zum Schuss und konnte zum 3:3 ausgleichen (39.).

Kaum hatten die Falken im letzten Drittel zumindest die letzten anderthalb Minuten der Unterzahl überstanden, musste man den nächsten Rückschlag hinnehmen, als Malte Krenzlin wegen eines Kniechecks eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte. Peiting konnte das nächste fünfminütige Powerplay aber zunächst nicht zur Führung nutzen, Heilbronn überstand diese heikle Phase und schien gerade daraus Energie zu ziehen, als man in der Hintermannschaft unsortiert war und Czogallik nun doch die Oberbayern mit 4:3 in Führung brachte (48.). Doch die Gastgeber fanden schnell die richtige Antwort, Nix tankte sich über die linke Seite durch und traf in der 50. Minute zum 4:4-Ausgleich. In den letzten zehn Minuten hätten beide Teams das Spiel entscheiden können, wobei Heilbronn dem Siegtreffer deutlich näher war, aber auch in zwei Überzahlsituationen nicht das nötige Schussglück hatte.

Dafür dauerte es in der Verlängerung nur 30 Sekunden, bis Thomas Gauch zum Schuss kam und die Scheibe zum 5:4 in die Maschen setzte und damit den Zusatzpunkt sicherte.