Zum Abschluss der Vorbereitung mussten sich die Heilbronner Falken den Bietigheim Steelers geschlagen geben. Vor den behördlich zugelassenen 250 Zuschauern verschliefen die stark ersatzgeschwächten Unterländer das erste Drittel und lagen zwischenzeitlich 0:4 zurück. Erst danach fand man ins Spiel, konnte den deutlichen Rückstand aber nicht mehr umbiegen, sondern verlor am Ende gegen den Sieger des „Get-Ready-Cups“ nach einem Empty Net Goal mit 3:6. Zum besten Heilbronner Spieler der Cupspiele wurde nach dem Spiel Justin Kirsch ausgezeichnet.

Beide Trainer verzichteten im letzten Testspiel auf zahlreiche Leistungsträger. Bei den Steelers fehlten Schüle, Goc und Sheen, bei den Falken standen ganze sieben Akteure nicht im Line-up. Ohne Maschmeyer, Brady, Gervais, Neal, Koch, Miller und Knaub trat man mit gerade noch drei Blöcken an. Die erste Chance des Spiels durch Brune nach 50 Sekunden gehörte noch den Unterländern, doch die Gäste deuteten in der Folge schon ihre starke Frühform an. Gerade als Mapes für die Gastgeber nur das Gestänge getroffen und so die Führung in der 8. Minute knapp verpasst hatte, leistete man sich einen folgenschweren Puckverlust an der gegnerischen blauen Linie, Hauner zog auf und davon und ließ Nemec im Falken-Tor keine Chance. Und Bietigheim blieb im Abschluss weiter eiskalt und legte binnen 43 Sekunden zwei weitere Treffer nach. Erst erhöhte Stretch mit einem flachen Schuss auf 0:2, dann war McKnight zur Stelle und versenkte einen Abpraller. 0:3 nach zehn Minuten – so hatten sich die Gastgeber das sicher nicht vorgestellt. Diese offenbarten aber auch in der Folge große Probleme im Spielaufbau, leisteten sich immer wieder Fehlpässe und verteidigten auch weiterhin nicht konsequent. Logische Folge war das 0:4 durch Renner in der 16. Minute. Immerhin gelang den Falken im zweiten Powerplay des Spiels noch im ersten Drittel das erste Tor: Wruck zog ab und konnte Brenner im Steelers-Tor bezwingen (19.).

Dieses 1:4 war nicht nur ein Strohfeuer, sondern ein Mutmacher fürs Mitteldrittel, in das die Unterländer furios starteten. Nur neun Sekunden dauerte es, bis die Scheibe nach einem schönen Spielzug über Valenti, Della Rovere und Wruck erneut hinter Brenner im Netz zappelte. Plötzlich stand eine ganz andere Falken-Mannschaft auf dem Eis, die die Zweikämpfe annahm und schnell und mutig nach vorne spielte. So ergaben sich auch gute Chancen, Schumacher, Della Rovere und Preto hatten allesamt den Anschlusstreffer auf dem Schläger, bevor sich die Falken durch eine Strafe selbst ausbremsten. Aber auch danach blieb man das spielbestimmende Team, doch das dritte Tor sollte zunächst nicht fallen. So waren es die Gäste, die eine Unterzahlsituation unbeschadet überstanden und dann zuschlugen: Stretch erhöhte in der 35. Minute aus spitzem Winkel auf 2:5. Heilbronn fand aber schnell die richtige Antwort, 23 Sekunden später brachte Götz die Scheibe von der blauen Linie zum Tor, Klos fälschte perfekt zum 3:5 ab. Die Falken blieben nun am Drücker und hatten bei doppelter Überzahl die große Chance zum Anschlusstreffer, machten es in dieser Phase aber zu kompliziert und hätten sogar beinahe einen Shorthander kassiert.

Bietigheim verpasste im letzten Drittel bei einem Lattenschuss von Kneisler eine frühere Vorentscheidung (42.). So blieben die Gastgeber im Spiel, Della Rovere scheiterte in der 46. Minute bei einem Alleingang nur knapp. Auch danach bemühte sich das Team von Michel Zeiter um den Anschluss, konnte aber den Druck aus dem Mitteldrittel nicht mehr aufbauen. Der Schweizer Coach nahm vier Minuten vor Schluss den Goalie vom Eis, wurde dafür letztlich aber nicht belohnt –  Preibisch machte mit einem Empty Net Goal in der 59. Minute alles klar.

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