Keinen guten Abend erwischten die Heilbronner Falken im vierten Spiel des “Get-Ready-Cups” gegen den ESV Kaufbeuren. Vor den behördlich zugelassenen 250 Zuschauern unterlagen die Unterländer verdient mit 3:7. Die Gäste ließen sich durch einen Rückstand nicht beeindrucken und entschieden mit vier Toren im Mitteldrittel die Partie frühzeitig für sich. Heilbronn dagegen kam überhaupt nicht ins Spiel, fand in der Offensive keine Mittel und war in der Defensive immer einen Schritt langsamer. Da half auch die Rückkehr des länger verletzten Jav Pavlu ins Line-up nichts.

Die Allgäuer hatten schon in der Anfangsphase einige gute Möglichkeiten, verpassten aber eine frühe Führung. Heilbronn tat sich dagegen ohne die angeschlagenen Gervais und Maschmeyer schwer, nutzte dann aber den ersten richtig gelungenen Angriff zur Führung. Goalgetter Justin Kirsch drückte die Scheibe nach acht Minuten im Nachschuss zum 1:0 über die Linie. Kaufbeuren blieb aber gefährlich und hätte bei einer 2-auf-1-Situation wenig später durch Lewis ausgleichen können, doch Nemec im Falken-Tor bewies in dieser Phase mehrfach seine Klasse. In der 14. Minute war er dann aber geschlagen, Blomqvist traf zum verdienten 1:1. Auch in der Folgezeit brachten die Gäste die Heilbronner Hintermannschaft einige Male in Bedrängnis, während auf der Gegenseite Youngster Florian Elias nach schönem Doppelpass mit Maginot die beste Chance vergab.

Auch im Mitteldrittel war Kaufbeuren das bessere Team und ging in der 23. Minute durch DEL-Leihgabe Patrick Reimer in Führung. Von den Unterländern kam in der Offensive sehr wenig, erst in der 29. Minute wurde Dalgic durch Wruck ernsthaft geprüft. Ausgerechnet nach dem ersten guten Shift der Falken in diesem Drittel folgte die nächste kalte Dusche: Echtler erhöhte für Kaufbeuren auf 1:3 (30.). Danach bemühte sich Heilbronn zwar, wieder heranzukommen, und einmal war es richtig knapp, als Valenti im Powerplay die Oberkante der Latte traf. Doch die Allgäuer zeigten sich nun eiskalt im Abschluss, Lammers legte bei einem Konter zurück auf Spurgeon, der Nemec keine Chance ließ und zum 1:4 traf (36.). Und es sollte noch schlimmer kommen: Bednar setzte sich zwei Minuten später gegen mehrere Gegenspieler durch und hämmerte die Scheibe zum 1:5 in den Winkel.

Elias blieb ein Aktivposten in der Offensive und traf schon in der 44. Minute nur den Pfosten. Drei Minuten später tankte er sich bei einem Konter durch, bediente den mitgelaufenen Wruck und der letztjährige Topscorer konnte auf 2:5 verkürzen. Wirklich spannend wurde es aber nicht mehr, vielmehr machte erneut Blomqvist in der 56. Minute mit dem 2:6 alles klar und bezwang dabei Arno Tiefensee, der in den letzten 20 Minuten anstelle von Nemec das Tor hütete. Drei Minuten vor dem Ende sorgte dann Kirsch mit seinem zweiten Tor zum 3:6 noch einmal für Ergebniskosmetik, das die Allgäuer postwendend mit Gracels 3:7 im Powerplay beantworteten.

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