Die Heilbronner Falken mussten sich am Dienstagabend im Nachholspiel gegen den ESV Kaufbeuren mit 3:6 geschlagen geben. In einer von zahlreichen Strafen und daraus resultierenden Überzahltoren geprägten Spiel machten die Gäste den frischeren Eindruck und gewannen nicht unverdient, während es die Unterländer nicht schafften, durchgehend eine disziplinierte und konzentrierte Leistung abzuliefern wie am vergangenen Wochenende.

Die Falken kamen zunächst etwas besser ins Spiel, hatten durch Thiel erste Möglichkeiten und gingen in der 5. Minute in Führung. In Überzahl bediente Maginot Gervais, der aus zentraler Position erfolgreich zum Abschluss kam. Auch danach blieben die Gastgeber zunächst druckvoll und hätten nachlegen können, bevor sich dann auch die Allgäuer offensiv in Szene setzen konnten. Im Powerplay traf Lammers zunächst noch den Pfosten, bei doppelter Überzahl staubte er wenig später ab und glich zum 1:1 aus (9.). Nach diesem Gegentor verloren die Unterländer etwas den Faden und taten sich schwer im Spiel nach vorne. Kaufbeuren war nun das bessere Team und ging in der 18. Minute auch in Führung. Voit lockte Nemec aus seiner Position, umkurvte das Tor und passte auf Krauß im Slot, der nur noch einschieben musste.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels hatte Kaufbeuren mehr vom Spiel und durch Lewis und Wörle gute Chancen zu erhöhen. Danach sorgten beide Hauptschiedsrichter mit weiteren teilweise kleinlichen Entscheidungen auf beiden Seiten für gut gefüllte Strafbänke. Es begann mit einem recht schwachen fast zweiminütigen Powerplay der Unterländer, die kaum einmal gefährlich zum Abschluss kamen. Besser machte es der ESVK in der 31. Minute, als Sturm mit einem satten Schlagschuss in den Winkel auf 1:3 erhöhte. Doch Heilbronn kämpfte sich ins Spiel zurück und war nun auch in Überzahl zweimal erfolgreich. Erst drückte Reisz bei fünf gegen drei die Scheibe aus kurzer Distanz über die Linie – das erste Saisontor des Ungarn (34.). 42 Sekunden später traf Kirsch von der blauen Linie zum 3:3-Ausgleich, Meier im Tor der Gäste war erneut geschlagen. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Nun saßen zwei Falken auf dem Sünderbänkchen, Spurgeon brachte im Getümmel vor dem Tor Kaufbeuren wieder in Führung (37.). Doch damit nicht genug, die Allgäuer setzten noch einen drauf, Eichinger bediente Krauß, der zum 3:5 abfälschte (39.) – ausnahmsweise mal bei fünf gegen fünf.

In den letzten 20 Minuten schafften die Gastgeber nicht mehr, noch einmal heranzukommen. Stattdessen sorgte Kaufbeuren schon nach 42 Minuten für die Vorentscheidung, Lukes profitierte von einem Fehler der Falken im Spielaufbau und erhöhte auf 3:6 – zugleich der Endstand.

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