Die Heibronner Falken verabschiedeten sich am Sonntagabend mit einer deutlichen 2:7-Niederlage gegen die Erding Gladiators von ihren Fans. 1.262 Zuschauer waren zum letzten Heimspiel von Robin Just gekommen. Der 38-jährige Stürmer hängt seine Schlittschuhe nach der Saison an den Nagel und wurde vor dem Spiel gebührend verabschiedet. Immerhin konnte der Routinier noch einmal zwei Assists verbuchen, während die Gäste das deutlich effizientere Team waren und das Spiel im Mitteldrittel entscheiden konnten.
Die Oberbayern, die zuletzt überraschend sowohl gegen Bad Tölz als auch gegen Deggendorf gewonnen haben, starteten besser ins Spiel und hatten die ersten Möglichkeiten. Danach übernahmen die Unterländer die Initiative und schienen dem Führungstreffer näher zu sein, wurden in der 12. Minute aber ausgekontert. Schmidpeter legte quer auf Michl, der per Direktabnahme Jokinen erstmals bezwingen konnte. Erding war auch in den nächsten Minuten das zielstrebigere Team und legte in der 15. Minute nach. Wieder war die erste Sturmreihe der Gäste erfolgreich, dieses Mal bediente Michl Schmidpeter, der auf 0:2 erhöhte. Beinahe hätten die Gladiators sogar noch den dritten Treffer nachgelegt, doch Jokinen rettete bei einem Unterzahlbreak gegen Miller (17.).
Im Mitteldrittel waren nur elf Sekunden gespielt, als die Gastgeber verkürzen konnten. Aus der Ecke passte Just auf Cabana im Slot, der Kurrer im Gästetor keine Chance ließ. Doch Erding fand schnell die richtige Antwort und erhöhte in der 24. Minute auf 1:3, Torschütze war Pfleger nach Vorarbeit von Forster. Auch im weiteren Verlauf wurde deutlich, wieviel Qualität die Unterländer infolge der zahlreichen Abgänge verloren haben. Auch im zweiten Heilbronner Powerplay hatten die Gladiators die beste Chance, als Jokinen erneut bei einem Break retten musste, dieses Mal gegen Matheson. Besser machten es die Gäste in Überzahl, als sie in der 35. Minute durch Schmidpeter auf 1:4 erhöhten. Während Erdings junger Keeper Johannes Kurrer in seinem Oberligadebüt sich in der Folge einige Male auszeichnen konnte, wurde auf der Gegenseite Franz Jokinen in der 39. Minute erneut allein gelassen, Forster erhöhte auf 1:5.
Im letzten Drittel war die Luft auf dem Eis dann natürlich raus. Steck erhöhte für die Gäste in der 48. Minute auf 1:6, wenig später kam auch Modlmayr frei zum Schuss und traf zum 1:7. Danach durfte auch der 17-jährige Förderlizenzspieler Julian Schwieren noch ein bisschen Oberligaluft schnuppern, er stand in den letzten zwölf Minuten anstelle von Franz Jokinen im Heilbronner Tor und konnte seinen Kasten auch sauber halten. Immerhin konnte Wagner per Distanzschuss noch auf 2:7 verkürzen (50.), danach sollten keine Treffer mehr fallen.