Die Heilbronner Falken mussten am Sonntagabend im Duell mit den Tölzer Löwen eine knappe Niederlage hinnehmen. Vor 1.652 Zuschauern, die im Schneegestöber den Weg ins Eisstadion gefunden hatten, unterlagen die Unterländer, die zur Ladies Night speziell in pinken Trikots angetreten waren, in einem intensiven und bis in die Schlussphase spannenden Spiel mit 1:3.
Bei den Falken meldete sich Verteidiger Lars Schiller nach längerer Verletzungspause wieder zurück, während mit Nolan Ritchie und Thore Weyrauch weiterhin zwei wichtige Stürmer fehlten. Die Löwen starteten deutlich besser in die Partie und hatten in der ersten Minute durch Piipponen und Schönberger gleich zwei gute Möglichkeiten zur Führung. Das 0:1 sollte dann in der 4. Minute fallen, Berger im Falken-Tor war bei einem Schuss von Prokopovics machtlos. Heilbronn hatte ausgerechnet in Unterzahl seine erste gute Möglichkeit und überstand auch das Unterzahlspiel, musste sich in der Folge aber mehrfach bei Patrick Berger und einmal am Pfosten bedanken, die das 0:2 verhinderten. In ihrem einzigen Überzahlspiel des ersten Durchgangs machten die Falken Druck, brachten die Scheibe aber nicht an Bittner im Tor der Oberbayern vorbei. Auf der Gegenseite hätte Piipponen eine Minute vor der Drittelsirene die Tölzer Führung ausbauen können, scheiterte aber am Pfosten.
Der Topscorer der Gäste war es dann auch, der sich im ersten Wechsel des Mitteldrittels eine Strafzeit einhandelte, die die Unterländer nutzen konnten. Leon Fern war mit einem Schlenzer von der blauen Linie erfolgreich und traf zum 1:1. Nach dem Ausgleich waren die Gastgeber deutlich besser im Spiel als in den ersten 20 Minuten, in denen das Schussverhältnis mit 16:8 klar für Bad Tölz sprach. Während vorne Anderson eine gute Möglichkeit zum 2:1 vergab, standen die Falken nun auch in der Defensive besser und ließen weniger klare Chancen der Gäste zu, die beste vergab Keränen bei einer 2-gegen-1-Situation. Ein Überzahlspiel hüben wie drüben blieb ungenutzt, bevor die Gastgeber in den letzten Minuten noch mal richtig Druck auf das Tölzer Tor ausübten, das Führungstor aber trotz 19:8 Schüssen im Mitteldrittel nicht fallen sollte.
Auch im Schlussabschnitt konnten beide Teams ein Powerplay nicht nutzen, die beste Chance vergab Piipponen bei einem Unterzahlbreak, bei dem wieder einmal Berger die Endstation war. Gerade als die Falken optisch etwas mehr vom Spiel hatten, fiel der Treffer auf der Gegenseite. Etwas Glück für die Gäste war im Spiel, als ein Schuss von Keränen wohl eher unabsichtlich im Slot vom Fischhaber zum 1:2 abgefälscht wurde (52.). Danach bemühten sich die Unterländer um den Ausgleich, tauchten aber kaum noch wirklich gefährlich vor Bittners Kasten auf. Niko Eronen nahm in der Schlussphase den Keeper vom Eis, doch die Falken konnten sich nicht mehr im gegnerischen Drittel festsetzen und kassierten durch Keränen den Empty Netter zum 1:3-Endstand.