Nach dem Heimerfolg gegen den EV Landshut am Donnerstag ging es für die Heilbronner Falken am heutigen Samstag zum wichtigen Auswärtsspiel in die Wagner-Stadt zu den Bayreuth Tigers. Beide Mannschaften haben noch Chancen auf die Playoff-Teilnahme und gingen die Partie entsprechend engagiert an, doch zu Beginn konnten sich weder die Tigers, noch die Falken zwingende Tormöglichkeiten erspielen. In der 17. Spielminute war es dann Topscorer Dylan Wruck, der ein Bully im Angriffsdrittel gewann und am Ende selbst zur 1:0-Führung für die Falken abschloss. Die Freude wehrte allerdings nur kurz, denn nur eine Zeigerumdrehung später gelang Markus Lillich der Ausgleich für die Gastgeber. Dies sollte in einer bis dahin sehr umkämpften Partie der Pausenstand nach dem ersten Drittel sein.

Im Mitteldrittel begannen dann zunächst die Gastgeber druckvoller, die sich zu Beginn etwas im Falkendrittel festsetzen konnten. Doch Falken-Goalie Florian Mnich bot wie am gesamten Abend eine tadellose Vorstellung und konnte alle brenzligen Situationen entschärfen. In der 28. Spielminute war dann allerdings auch er machtlos, als Kurt Davis von der blauen Linie trocken Abzug und die Gastgeber in Führung brachte. In der Folge versuchten die Falken unbedingt noch den Ausgleich zu erzielen. Doch auch ein zwei auf eins Konter direkt nach dem Gegentreffer konnte Bryce Gervais nicht verwerten. Die wohl beste Gelegenheit in dieser Phase. So ging es aus Falkensicht mit einem unglücklichen Rückstand in die letzte Pause, war man doch keinesfalls schlechter, sondern haderte einmal mehr zum Einen mit der Chancenverwertung auf fremden Eis und zum Anderen hatte Bayreuth an diesem Abend auch einen exzellenten Schlussmann mit Marco Wölfl zwischen den Pfosten.

Der Schlussabschnitt begann dann mit druckvollen Falken, die sich weitere gute Chancen erspielten, jedoch immer wieder in letzter Konsequenz an Wölfl scheiterten. Als sich die Zeit dem Ende näherte und man sich schon fast dem Schicksal geschlagen geben wollte, zog Marcus Götz in der 58. Spielminute von der blauen Linie verdeckt ab und die Scheibe fand endlich den Weg ins Bayreuther Gehäuse. Sichtlich beflügelt setzte die Mannschaft von Bill Stewart weiter nach und so nutzte Stefan Della Rovere in der letzten Schlussminute einen Patzer in der Hintermannschaft der Tigers zum 3:2 für die Falken. Nun galt es nicht wieder einen schnellen Gegentreffer nach eigenem Torerfolg zu kassieren und dies sollte den Falken dann auch gelingen. Selbst als Petri Kujala Marco Wölfl zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, sollte den Gastgebern in den letzten Sekunden der Ausgleich nicht mehr gelingen.

Ein ganz wichtiger Auswärtserfolg bei dem die Falken auch Durchhaltequalitäten bewiesen haben und sich nicht von den vielen vergebenen Chancen unterkriegen ließen. Diese starke Mentalität wird im Kampf um die Playoffplätze auch weiter gefragt sein, wenn es bereits am Montag zum schweren Auswärtsspiel zu den Tölzer Löwen geht.

Foto: DEL2/Peter Kolb

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