In einer nicht immer hochklassigen, aber stets spannenden Partie mussten sich die Heilbronner Falken den Tölzer Löwen in der Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben. Vor 1.863 Zuschauern erzielten die Unterländer nach einem frühen Gegentor durch Damon und Wruck zwei Treffer in Überzahl und gingen früh im Mitteldrittel in Führung, doch Tölz glich nach 34 Minuten aus und entschied letztlich das Spiel in der Verlängerung.

In der Anfangsphase waren die Gastgeber noch etwas unsortiert, schon im zweiten Wechsel gingen die Löwen in Führung. Die Falken bekamen vor dem eigenen Tor die Scheibe nicht weg, Reiter staubte ab und traf zum 0:1. Damit liefen die Unterländer erst einmal einem Rückstand hinterher und brachten das gegnerische Tor auch immer wieder in Bedrängnis, doch Franzreb im Kasten der Löwen war stets zur Stelle. Im ersten Überzahlspiel lief noch nicht viel zusammen, im zweiten dauerte es dann 45 Sekunden, bis die Scheibe im Netz zappelte. Maschmeyer hatte abgezogen, Damon den Puck im Slot unhaltbar abgefälscht (14.). In den letzten Minuten des Drittels hatten dann beide Teams ihre Möglichkeiten, auch Bad Tölz tat nun wieder mehr für die Offensive und ließ seine individuelle Klasse immer wieder aufblitzen, während auf der Gegenseite Gervais die beste Chance der Falken zur Führung vergab.

Nach der Schlusssirene des ersten Drittels erwies Sedlmayr seinem Team noch einen Bärendienst, indem er sich wegen unsportlichen Verhaltens eines Strafe abholte. Heilbronn begann also das Mitteldrittel in Überzahl und durfte schon nach 22 Sekunden jubeln. Wruck schloss ein Solo erfolgreich zum 2:1 ab. Danach gelang es auch den Falken nicht mehr, von der Strafbank wegzubleiben. Della Rovere und Maschmeyer mussten binnen einer Minute raus, doch die Unterländer standen auch bei doppelter Unterzahl gut und ließen keinen Gegentreffer zu. Danach war es eine ausgeglichene Partie, in der sich beide Teams kaum einmal wirklich klare Torchancen herausspielen konnten. Die Falken hatten optisch etwas mehr von der Partie, spielten es aber auch immer wieder etwas zu kompliziert. In der 34. Minute war es dann aber soweit, ein Heilbronner Verteidiger rutschte aus, Sedlmayr bediente Pfleger, der Topscorer der Löwen zog nach innen und traf mit einem flachen Schuss zum 2:2-Ausgleich. In der 39. Minute waren die Gastgeber dann der erneuten Führung wieder nahe, aber Gervais und Wruck bekamen die Scheibe nicht klar unter Kontrolle.

Das Schlussdrittel begannen die Falken in der Defensive zu offen und ließen die eine oder andere gute Möglichkeit der Oberbayern zu. In der Offensive fehlte dagegen weiter die letzte Zielstrebigkeit, auch in zwei Powerplays lief wenig zusammen. So ging es in eine spannende Schlussphase, in der beide Teams binnen weniger Sekunden den Siegtreffer auf dem Schläger hatten. Hüben scheiterte Wruck und keiner war für den Rebound zur Stelle, drüben lief im direkten Gegenzug McNeely allen davon, aber scheiterte an Pantkowski (57.). Danach wollte keiner mehr etwas riskieren, es ging mit einem letztlich gerechten Unentschieden in die Verlängerung. Diese gehörte zunächst klar den Gästen, bevor auch Heilbronn noch einmal drängte, aber zu lange auf die richtige Schussposition wartete. Auf der Gegenseite war es schließlich Weller, der in der 64. Minute den Puck aus kurzer Distanz zum 2:3 über die Linie drückte und das Spiel entschied.

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