Die Heilbronner Falken mussten sich im ersten Heimspiel des neuen Jahres dem EC Bad Nauheim vor 2.501 Zuschauen mit 1:4 geschlagen geben. Dabei spiegelt das Ergebnis die Spielanteile nicht wirklich wider, denn bei konsequenterer Verwertung der Chancen wären drei Punkte für die Unterländer absolut möglich gewesen. Doch im Gegensatz zu den letzten Auswärtsspielen ließ man die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen und hatte zudem bei zwei Pfostenschüssen beim Stand von 0:0 nicht das nötige Schussglück. Zudem bot Felix Bick im Gästetor mit 47 gehaltenen Schüssen eine fabelhafte Leistung.

Bei den Falken war nach mehrwöchiger Verletzungspause Stefan Della Rovere wieder dabei, er rückte an die Seite von Ribarik und Möller in der dritten Reihe. Nachdem auch Knaub seine Sperre abgesessen hatte, konnten die Unterländer mit vier Sturmreihen agieren, wobei die vierte Reihe durch Detig die erste gute Möglichkeit herausspielte. Pech hatte in der 5. Minute Miller, dessen Schuss nur das Gestänge des Tors traf – da wäre Bick machtlos gewesen. Auch ansonsten hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, konnten sich vor dem gegnerischen Tor aber nicht entscheidend in Szene setzen. Auch das einzige Überzahlspiel des Drittels blieb ungenutzt. Bad Nauheim tauchte nur gelegentlich gefährlich vor Nemec auf, der vor der Partie als Spieler des Monats Dezember ausgezeichnet worden war und auch die beste Chance der Gäste durch Köhler zunichte machte.

Auch im zweiten Drittel blieb Heilbronn das aktivere Team, hatte aber weiter kein Glück im Abschluss. Gervais scheiterte mit einem Solo an Bick, der wenig später einen Schuss von Maginot an den Pfosten lenkte (25.). Nun wurden aber auch die Hessen gefährlicher und spielten eine gute erste Überzahl, mit dessen Ende das 0:1 fiel. El-Sayed spielte schön quer durch den Slot auf den frei stehenden Bires, der Bad Nauheim in Führung brachte. Die Kurstädter hätten in einem weiteren Powerplay nachlegen können, während auf der Gegenseite die Unterländer weiter gute Chancen vergaben. Bei einer Drei-gegen-eins-Situation scheiterte Damon an Bick, der auch bei einem Unterzahlkonter gegen Gervais rettete. In der 39. Minute war der Bann dann endlich gebrochen, Koch bediente mit einem schönen Querpass den aufgerückten Maginot, der zum längst fälligen 1:1 traf. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Slaton setzte zu einem Solo an, die Falken ließen sich abkochen und der nicht gerade für seine Torgefahr bekannte Verteidiger ließ auch noch Nemec zur erneuten Führung der Gäste aussteigen. 34:16 Torschüsse für Heilbronn nach 40 Minuten, doch nach Toren hieß es 2:1 für die Hessen.

Nach dieser kalten Dusche versuchten die Unterländer im letzten Drittel noch einmal alles, doch die Gäste machten die Räume geschickt eng, verteidigten gut und ließen kaum gefährliche Schüsse der Falken zu. Zudem zeigte Felix Bick im Tor der Hessen weiter eine starke Leistung und hielt alles, was auf seinen Kasten kam. Heilbronn fiel auch in zwei Überzahlspielen nicht mehr allzu viel ein, bevor in der 52. Bad Nauheim für die Vorentscheidung sorgte. Gomes schloss eine schöne Einzelaktion mit dem 1:3 ab. Danach machten es die Gäste gut, Heilbronn rannte sich immer wieder fest und auch die Schlussoffensive sollte nicht mehr die Wende bringen. Drei Minuten vor dem Ende wurde Nemec vom Eis genommen, Combs machte schließlich mit dem 1:4 in der Schlussminute alles klar.

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