Nach den Partien in Ravensburg und gegen Kassel, die die Falken nach überzeugenden Leistungen beide für sich entscheiden konnten, stand am heutigen Donnerstagabend gleich die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm: Der Tabellendritte aus Freiburg war in Heilbronn zu Gast. Zwar mussten sich die Wölfe in Frankfurt zuletzt knapp nach Verlängerung geschlagen geben, konnten zuvor jedoch neun Spiele in Folge für sich entscheiden.

Gleich von Beginn an fand die Partie auf hohem Tempo statt und wurde erst nach vier Minuten zum ersten Mal unterbrochen. Wenige Sekunden später verbuchte Scott Allen den ersten Torschuss. Im Folgenden kamen vor allem die Wölfe mehrfach gefährlich vor das Tor von Arno Tiefensee, der gegen Gregory Saakyan in der zehnten Minute aus kurzer Distanz gerade noch parieren konnte. Eine erste Unterzahlsituation überstanden die Falken unbeschadet, doch in der 13. Minute brachte Chad Bassen die Gäste mit einem Bauerntrick in Führung. Durch den Treffer gewannen die Wölfe an Aufwind und erarbeiteten sich mehr und mehr Spielanteile, sodass Arno Tiefensee immer wieder gefordert war. Die beste Chance auf Seiten der Falken hatten Dylan Wruck und Yannik Valenti in der 16. Minute, doch auch Enrico Salvarani war zur Stelle.

37 Sekunden waren im zweiten Abschnitt gespielt, da nutzten die Wölfe ihr drittes Überzahlspiel: Andrée Hult verwertete einen Abpraller zum 0:2. Die Falken taten sich in der Vorwärtsbewegung weiterhin schwer und schafften es aufgrund von Ungenauigkeiten oder dem frühen Eingreifen der Gäste mehrfach nicht, ins Angriffsdrittel vorzudringen. In der 29. Minute jedoch führte ein schönes Zusammenspiel zum 1:2 Anschlusstreffer durch Corey Mapes. Wenig später bekamen auch die Falken erstmals die Chance, in Überzahl zu punkten, fanden die Aufstellung allerdings erst spät und konnten das Powerplay nicht nutzen. Besser lief es in der 35. Minute bei angezeigter Strafe gegen Freiburg. Gegen Dylan Wruck konnte Enrico Salvarani noch retten, bevor Stefan Della Rovere den Nachschuss zum 2:2 Ausgleich nutzte. Mehrere Falken hatten im Anschluss sogar die Chance, noch vor der Pause den Führungstreffer zu erzielen, scheiterten jedoch allesamt am Freiburger Schlussmann.

Im letzten Drittel bemühten sich beide Teams, den nächsten Treffer zu erzielen, wollten gleichzeitig jedoch keinen Fehler machen, der zur vorzeitigen Entscheidung hätte führen können. Das gesamte Drittel über ging es daher munter hin und her, ohne dass sich der Spielstand ein weiteres Mal änderte. Die beste Chance hatte Simon Danner auf Seiten der Wölfe in der 49. Minute, letztendlich ging es jedoch beim Stand von 2:2 in die Verlängerung.

Auch bei drei gegen drei wurde es auf beiden Seiten das ein oder andere Mal brenzlig. Zunächst umrundete Chad Bassen das gesamte Falkentor, kam jedoch nicht zum Abschluss, ehe Yannik Valenti im Gegenzug im Alleingang scheiterte. 18 Sekunden vor Ende der Verlängerung kullerte der Puck durch die Beine von Arno Tiefensee nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei – daraufhin ging es ins Penaltyschießen. Bei den Falken trafen Stefan Della Rovere und Dylan Wruck, für die Gäste waren Scott Allen, Andrée Hult und Nikolas Linsenmaier erfolgreich. Die Entscheidung fiel daher denkbar knapp erst nach dem 12. Penalty und die Gäste sicherten sich den Zusatzpunkt.

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