Einen überraschend deutlichen Erfolg feierten die Heilbronner Falken im Duell mit den Ravensburg Towerstars. Die Unterländer spielten nach dem müden Auftritt am Dienstag gegen Dresden wie ausgewechselt, waren laufstark und diszipliniert und gewannen am Ende mit 7:0. Sechs verschiedene Torschützen durften ihre Treffer bejubeln, einzig Bryce Gervais traf doppelt. Für Ravensburg indes war es ein gebrauchter Abend, in der Defensive zeigte man große Lücken und vorne verzweifelte man immer wieder am starken Matthias Nemec im Falken-Tor, der sich seinen Shutout redlich verdiente.

Das Spiel begann für die Falken optimal: Götz leitete den ersten Angriff ein, Ravensburg war noch unsortiert, Gervais lief allein auf Langmann zu und schob die Scheibe flach über die Linie – 1:0 nach ganzen elf Sekunden. Dieses frühe Tor gab den Unterländern Selbstvertrauen, die in der 7. Minute nachlegen konnte. Kurz nach dem Ablauf einer Strafe gegen Ravensburg war Thiel aus spitzem Winkel erfolgreich. Die Oberschwaben kamen nun aber besser ins Spiel und prüften Nemec im Falken-Tor mehrfach, doch der Keeper war stets auf dem Posten. Im ersten Powerplay der Gäste wäre aber auch er geschlagen gewesen, doch nun rettete der Pfosten bei einem satten Schuss von Just (12.). Auf der Gegenseite war Heilbronn das effektivere Team: Gervais ging noch in Unterzahl auf und davon und prüfte Langmann, Wruck war zur Stelle und staubte zum 3:0 ab (13.). Im weiteren Verlauf des Drittels waren die Falken sogar dem vierten Tor näher als Ravensburg dem ersten, ein weiterer Treffer sollte aber nicht mehr fallen.

Im Mitteldrittel dauerte es bis zum 4:0 aber nicht allzu lange. Erst traf Maschmeyer noch die Oberkante der Latte, wenig später gewann Gervais den Zweikampf im eigenen Drittel, schüttelte seinen Gegenspieler ab, ging auf und davon und blieb im Duell mit Langmann erneut der Sieger (24.). In der Folge hätten die Unterländer frühzeitig den Sack zumachen können, Kirsch und Nicholls hatten gute Chancen zu erhöhen. Von Ravensburg kam dagegen lange nicht allzu viel in der Offensive, nur im einzigen Powerplay des Drittels machte man mächtig Druck, doch die zahlreichen Distanzschüsse waren zu unpräzise. Die beste Chance der Gäste vergab Just nach 38 Minuten, als die Falken einmal völlig unsortiert waren, aber Nemec grandios parierte.

Spannend wurde es in den letzten 20 Minuten dann nicht mehr, vielmehr bauten die Gastgeber ihre deutliche Führung noch aus. Gerade als ein Unterzahlspiel überstanden war, fuhren die Falken einen Konter, Pierre Preto drückte die Scheibe zum 5:0 über die Linie (44.). Das sechste Tor fiel dann in Überzahl: Reisz bediente Knaub im Slot, der vollstreckte (48.). Und damit nicht genug, vier Minuten später bediente Neal von hinter dem Tor Kirsch, der auf 7:0 erhöhte und damit auch den Schlusspunkt unter eine starke Leistung setzte.

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