2020 ist abgehakt – der Auftakt ins neue Jahr ist den Heilbronner Falken gelungen. In einem äußerst unterhaltsamen Spiel besiegten die Unterländer den EV Landshut nach einem wahren Torfestival mit 8:4 und feierten so den lang ersehnten ersten Heimsieg. Die Rückkehr einiger Leistungsträger tat den Falken sichtlich gut, die vor allem offensiv überzeugen konnten und einige sehenswerte Tore herausspielten.

Die Personalsituation bei den Gastgebern hatte sich durch die Rückkehr von drei Stürmern deutlich entspannt. Justin Kirsch und Pierre Preto bekamen nach längerer Corona-Pause grünes Licht und auch Bryce Gervais stand nach der Geburt seiner Tochter wieder im Team. Der Kanadier war es dann auch, der in der 7. Minute Wruck in Szene setzte, der die Unterländer zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend in Führung brachte. Zuvor hatten nämlich die Niederbayern besser ins Spiel gefunden und die Anfangsphase dominiert, doch nun sahen sie sich plötzlich weiter in die Defensive gedrängt. Die Falken setzten nach und hatten in der 8. Minute das nötige Scheibenglück, als der Puck in einer unübersichtlichen Situation über die Linie hüpfte, Götz war der Torschütze. Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt und schlugen nur 45 Sekunden später zurück. Einen schnell vorgetragenen Angriff über O’Brien und Busch schloss Power zum 2:1 ab. Im weiteren Verlauf des Drittels neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend, klare Chancen wurden kaum herausgespielt. So dominierte der Kampf, Eishockey-Ästheten kamen weniger auf ihre Kosten  – bis zur 19. Minute, als Miller Gervais mit einem langen Pass bediente, dieser sich über rechts durchsetzte, auch noch Pätzold im EVL-Tor umkurvte und zum 3:1 einschoss.

Diese Führung sorgte dafür, dass das Selbstvertrauen ins Spiel der Falken zurückkehrte und man im zweiten Durchgang noch eine Schippe drauflegen konnte. Es war nun eine offenere Partie mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten, Heilbronn zeigte sich aber effektiver im Abschluss. In der 28. Minute zog Jungadler Thiel hinters Tor und bediente Kirsch im Slot, der goldrichtig stand und Pätzold keine Chance ließ. Wenig später rettete der Routinier im EVL-Tor gegen Gervais, war dann in der 31. Minute aber erneut geschlagen. Ein toller Angriff der ersten Reihe führte zum nächsten Treffer, Wruck auf Gervais auf Della Rovere, Tic Tac Toe, 5:1. Aber auch Landshut blieb stets gefährlich. Schon kurz zuvor hatte Nemec zweimal in höchster Not parieren können, dann rettete er gegen Busch mit einem starken Save die klare Führung. Jeweils ein Powerplay hüben wie drüben blieb ungenutzt, Gervais hätte bei einem Alleingang in Unterzahl gar noch das 6:1 nachlegen können, scheiterte aber an Pätzold.

Im letzten Drittel gaben sich die Niederbayern lange nicht geschlagen, sondern versuchten alles, um noch einmal zurück ins Spiel zu kommen. Und das mit Erfolg, denn ein Schlagschuss von Weihager führte in der 44. Minute zum 5:3. Die Falken fanden aber die richtige Antwort. Man stellte sich nicht nur hinten rein, sondern spielte weiter nach vorne und wurde belohnt. Della Rovere ging auf und davon und setzte den Puck unter die Latte – Hübl, der in den letzten 20 Minuten im Tor stand, war machtlos. Doch schon im nächsten Wechsel konnte Landshut abermals verkürzen, Heilbronn bekam die Scheibe nicht weg, Power staubte ab, 6:3 (47.). Danach das gleiche Spiel: Heilbronn schien das Spiel zu entscheiden, doch die Gäste kamen noch einmal heran. Erst erhöhte Pavlu in der 52. Minute bei angezeigter Strafe auf 7:3, dann verkürzte O’Brien ausgerechnet in Unterzahl auf 7:4 (56.). Landshut versuchte in der Schlussphase noch einmal alles und Nemec musste noch einige gefährliche Schüsse entschärfen, bevor wiederum Pavlu 33 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt zum 8:4 setzte.

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