Die Heilbronner Falken sorgten für vorweihnachtliche Stimmung bei den 1.152 Fans, die den Weg in die Kolbenschmidt-Arena gefunden hatten. Mit 8:3 wurden die Eispiraten Crimmitschau nach Hause geschickt. In einem sehr unterhaltsamen Spiel lief es vor allem in der Offensive wie am Schnürchen, dreimal traf man im oft gescholtenen Überzahlspiel, einmal sogar in Unterzahl, profitierte dabei aber auch von zahlreichen Fehlern der Sachsen im Defensivspiel.

Die Falken begannen furios, schon nach 25 Sekunden zappelte die Scheibe erstmals hinter Kilar im Netz. Alderson hatte auf Kronthaler abgelegt, der per Schlagschuss zur frühen Führung traf. Auch die nächsten Minuten gehörten den Gastgebern, bis nach gut fünf Minuten Crimmitschau besser ins Spiel kam und bei einem Konter durch Pohl an Melichercik scheiterte. Die Partie wurde nun immer offener, hüben wie drüben gab es Chancen im Minutentakt. Während Crimmitschau binnen weniger Sekunden erst durch Ciernik nur die Latte traf und dann durch Pohl die nächste Gelegenheit vergab, nutzten die Unterländer in der 10. Minute das zweite Powerplay zum 2:0. Die Scheibe lief gut, Kirsch fasste sich ein Herz und zog trocken ab. Wenig später stand plötzlich Ross mutterseelenallein vor Kilar, traf aber nur die Latte. Statt 3:0 stand es zur Drittelpause dann aber 2:2. Erst nutzten die Sachsen ihr erstes Überzahlspiel zum 2:1, als Czarnik am langen Pfosten einnetzte, 36 Sekunden später nutzte Kabitzky einen Fehler der Falken im Aufbau zum Ausgleich.

Auch im Mitteldrittel wurden die Zuschauer von beiden Teams gut unterhalten, die weiterhin ihr Heil in der Offensive suchten, sich dafür hinten nicht sattelfest zeigten. So hatten die Gäste früh durch Czarnik in Überzahl die Chance zur Führung, auf der anderen Seite legte Goalie Kilar Gegenspieler Götz die Scheibe vor, der Deutsch-Schwede konnte Heilbronn wieder in Führung bringen (22.). Danach blieben beide Teams gefährlich, Crimmitschau leistete sich aber zu viele Strafzeiten. Die Falken konnten hieraus zunächst kein Kapital schlagen und ließen eine Minute bei fünf gegen drei ungenutzt, bevor Alderson den auf links durchstartenden Helms in Szene setzte, der bei fünf gegen vier auf 4:2 erhöhte (35.). Bis zur Drittelpause hätte Heilbronn das Spiel nun vorzeitig entscheiden müssen, doch zweimal Ross und Lavallée scheiterten freistehend – die Chancenverwertung blieb zunächst noch ausbaufähig.
Aber auch diese Problemzone verflüchtigte sich im Schlussdrittel, in dem die Falken noch einmal groß auftrumpften und vier Treffer nachlegten. Den Torreigen eröffnete in der 42. Minute Palka, der einen Schuss von Gelke perfekt im Slot abfälschte und auf 5:2 erhöhte. Die Gäste kamen in der Folgezeit auch in Überzahl nicht mehr heran, vielmehr lief es für Heilbronn nun auch mit einem Mann weniger. Gelke und Schlenker wurden für ihren unermüdlichen Einsatz belohnt und fuhren einen Konter – Schlenker vollendete nach Doppelpass zum 6:2 (50.). Durch Kabitzky kamen die Eispiraten zwar noch einmal heran, aber Gelke stellte nur eine Minute später im Nachschuss den alten Abstand wieder her (53.). Den Schlusspunkt setzte schließlich kurz vor Schluss Topscorer Alderson, der in Überzahl von der blauen Linie das 8:3 nachlegte.

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