Gegen die Dresdner Eislöwen war es lange eine recht zähe Angelegenheit, doch am Ende feierten die Heilbronner Falken einen nicht unverdienten 3:1-Arbeitssieg. Valenti, Koch und Wruck waren die Torschützen für die Unterländer, bei denen Florian Mnich im Tor in der Schlussphase die drei Punkte festhielt.

Bei den Gastgebern war seit vielen Wochen Förderlizenzspieler Louis Brune wieder dabei. Der 20-jährige hatte dann auch in der 7. Minute die erste Möglichkeit der Unterländer, scheiterte aber an Helenius im Eislöwen-Tor. Ansonsten fehlten beiden Teams im ersten Drittel die Überraschungsmomente und die Durchschlagskraft in der Offensive, so dass sich vor den beiden Toren nicht allzu viel tat. Eine der wenigen Chancen in einem recht ausgeglichenen Spiel nutzten die Sachsen in der 17. Minute zur Führung. Trattner prüfte Mnich, Flade war im Slot zur Stelle und staubte zum 0:1 ab.

Heilbronn fand im Mitteldrittel aber schnell die richtige Antwort. Die Falken starteten in Überzahl und waren nach 64 Sekunden erfolgreich. Wruck bediente Valenti, der in bewährter Manier direkt abzog und Helenius keine Chance ließ. Auch nach dem 1:1 hatten die Gastgeber zunächst mehr vom Spiel und nach 25 Minuten Pech, als die Scheibe bei Gervais’ Schuss ans Lattenkreuz klatschte. Gegen Mitte des Drittels konnte sich Dresden aber wieder befreien und sich seinerseits die ein oder andere Chance herausspielen. Die Partie ähnelte nun aber wieder dem ersten Drittel, beide Teams neutralisierten einander weitgehend. In der Schlussphase des Drittels hatte Heilbronn in Überzahl nochmals die Chance zur Führung, doch das vermeintliche 2:1 von Wruck wurde von den Schiedsrichtern nach Videobeweis wegen Torhüterbehinderung aberkannt.

Die Sachsen erwischten dann den besseren Start in den Schlussabschnitt, Mnich musste früh gegen den allein aufs Tor zustürmenden Ritter retten. Auch das erste Unterzahlspiel im Spiel überhaupt überstand Heilbronn ohne Gegentor, doch in der Offensive tat man sich in der Folge weiter schwer. Etwas aus dem Nichts dann aber doch der Führungstreffer in der 49. Minute: Nach einem Fehlpass der Gäste hinter dem eigenen Tor legte Kirsch quer auf Koch, der Helenius aus kurzer Distanz bezwingen konnte. Nun wurde das Spiel offener, Brune und Wruck vergaben auf Heilbronner Seite wenig später, während Knackstedt mit einem Alleingang an Mnich scheiterte. In einem weiteren Powerplay lag das 3:1 mehrfach in der Luft, auf der Gegenseite vergab Filin bei einem Konter. In der Folge hielt Mnich in einem Unterzahlspiel mehrfach die Führung fest, bevor es in eine spannende Schlussphase ging. Gästecoach Brockmann nahm 63 Sekunden vor dem Ende den Goalie vom Eis, wurde aber nicht belohnt – Wruck machte 30 Sekunden später mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.