Am Freitagabend waren die Heilbronner Falken um 20:00 Uhr auswärts bei den onesto Tigers Bayreuth gefordert. Im Kunsteisstadion Bayreuth, dem sogenannten „Tigerkäfig“, setzte Headcoach Niko Eronen im Tor auf Patrick Berger und konnte nach abgesessener Spieldauerstrafe wieder auf Kapitän Frédérik Cabana zurückgreifen. Nicht mehr im Line-up stand dagegen Aiden Wagner, der damit seine drei Spiele im Trikot der Falken absolviert hatte.
Die Begegnung begann mit hohem Tempo und ersten Chancen auf beiden Seiten: Zunächst tauchte ein Bayreuther Angreifer frei vor Patrick Berger auf, scheiterte jedoch am aufmerksam reagierenden Falken-Schlussmann, wenig später traf Gunars Skvorcovs nach einem schnellen Gegenstoß nur die Latte. In der Folge entwickelte sich ein eher hektisches Spiel mit vielen Ungenauigkeiten, das den Gastgebern etwas besser lag, ohne dass zwingende Abschlüsse heraussprangen.
Den ersten Treffer erzielten dennoch die Falken: Sebastian Hon tauchte nach einem Zuspiel von Gunars Skvorcovs plötzlich allein vor Maximilian Meier auf und verwandelte sicher ins kurze Eck zur Heilbronner Führung (10.). Eine Strafzeit gegen Spencer Berry überstanden die Unterländer zwar schadlos, dennoch kam Bayreuth noch vor der Pause zum Ausgleich, als Topscorer Kyle Boller den Puck aus spitzem Winkel in den Slot brachte und dieser von Alexander Barber zum 1:1 über die Linie gestochert wurde (17.). Trotz deutlicher Vorteile bei den Torschüssen für die Gastgeber blieb es nach 20 Minuten beim Unentschieden.
Der Mittelabschnitt begann aus Heilbronner Sicht denkbar ungünstig: Bereits nach 25 Sekunden verwertete Kyle Bollers einen Abpraller und brachte die Tigers mit 2:1 in Führung. Die Antwort der Falken ließ jedoch nicht lange auf sich warten, denn Léon Fern glich nach Zuspiel von Frédérik Cabana und Calder Anderson mit einem sehenswerten Schuss über die Schulter des Tigers-Goalie zum 2:2 aus (22.).
Die Gastgeber zeigten sich davon unbeeindruckt und erspielten sich weiterhin gute Möglichkeiten, vor allem durch mehrere Alleingänge. Zunächst scheiterte Bollers, kurz darauf Alexander Barber, während die Falken selbst eine Fünf-gegen-Drei-Überzahl nicht nutzen konnten. Insgesamt fehlte den Unterländern in dieser Phase die nötige Ruhe und Spielkontrolle, während sich Bayreuth über die eigene Chancenverwertung ärgern musste und Patrick Berger die Heilbronner mit starken Paraden im Spiel hielt.
Im Schlussabschnitt beruhigte sich die Partie zunächst spürbar. Über weite Strecken ließen beide Teams kaum noch hochkarätige Chancen zu, das Spiel war von Defensivarbeit geprägt. Gut neun Minuten vor dem Ende setzten die Falken dann den entscheidenden Nadelstich: Frédérik Cabana tankte sich über die rechte Außenbahn durch, zog entschlossen von außen vor das Tor und überwand Bayreuths Schlussmann Maximilian Meier mit einem platzierten Abschluss ins kurze Eck zum umjubelten 2:3 (51:24).
Die Hausherren bäumten sich in der Folge noch einmal auf, nahmen eine Auszeit und zogen in den letzten anderthalb Minuten den Torhüter. Die vielen mitgereisten Heilbronner Anhänger mussten nochmal richtig zittern, doch die Falken verteidigten den knappen Vorsprung konzentriert und brachten den Auswärtssieg über die Zeit. Am Ende standen drei hart erkämpfte, aber verdiente Punkte im Tigerkäfig.
Weiter geht es für die Unterländer bereits am Sonntag, wenn um 18:30 Uhr die Passau Black Hawks in der heimischen Eishalle zu Gast sind.