Am Sonntagabend traten die Heilbronner Falken auswärts bei den Stuttgart Rebels an. In der Eiswelt Stuttgart fiel das erste Bully um 17:30 Uhr. Nach dem Sieg gegen Spitzenreiter Deggendorf wollten die Unterländer nachlegen, mussten dabei jedoch weiterhin auf Nolan Ritchie, Robin Just, Sebastian Hon und Lars Schiller verzichten. Im Tor setzte Headcoach Niko Eronen auf seinen finnischen Landsmann Franz Jokinen.
Die Falken übernahmen von Beginn an die Kontrolle und gaben klar den Ton an. Bereits nach 65 Sekunden belohnte sich Heilbronn für den starken Start: Frédérik Cabana setzte sich energisch durch und legte für Niklas Jentsch auf, der zur frühen Führung einschob. Stuttgart kam in der Folge vor allem in Überzahl zu gefährlichen Aktionen, insgesamt blieben die Unterländer jedoch spielbestimmend. In der 6. Minute erhöhte Gunars Skvorcovs, der sich im Slot im Zweikampf behauptete und einen Schuss von der blauen Linie entscheidend abfälschte. Auch in der Schlussphase des ersten Drittels ließ Heilbronn nicht nach. Kurz vor der Pausensirene bewies Cabana erneut Übersicht und bediente den besser postierten Jentsch, der aus spitzem Winkel zum 0:3 traf.
Auch im zweiten Abschnitt hielten die Falken das Tempo hoch und bauten ihre Führung konsequent aus. Nach einer überstandenen Unterzahl setzte Thore Weyrauch zu einem bemerkenswerten Solo durch die Hintermannschaft der Rebels an und schob den Puck durch die Beine von Vieregge zum 0:4 ein (27.). Die Unterländer blieben am Drücker und legten wenig später nach: Calder Anderson zog von links außen ab und traf mit einem perfekt platzierten Schuss ins kurze Eck zum 0:5 (34.).
In Überzahl spielten sich die Falken anschließend geduldig frei, gleich zwei Unterländer standen ungedeckt im Slot, ehe Frédérik Cabana die Situation zum 0:6 ausnutzte (37.). Damit war der Abend für Rebels-Goalie Vieregge beendet, er wurde durch den jungen Raphael Rödel ersetzt. Das Zeichen des Stuttgarter Trainers zeigte kurz darauf Wirkung: Noch vor der zweiten Pause nutzte Dane Montgomery eine kurze Unordnung in der Heilbronner Defensive und schloss per Rückhand sehenswert zum 1:6 ab (40.).
Im Schlussabschnitt ließen die Falken nichts mehr anbrennen und spielten die Partie souverän zu Ende. Früh im dritten Drittel stellte Calder Anderson den alten Abstand wieder her, als er nach Vorarbeit von Niklas Jentsch und Frédérik Cabana zum 1:7 traf (50.). Stuttgart versuchte zwar, noch einmal Akzente zu setzen, biss sich an der gut organisierten Heilbronner Defensive jedoch weitgehend die Zähne aus. In der Folge bestimmten vor allem Strafzeiten das Geschehen: Zunächst musste Jayden Lammel wegen übertriebener Härte auf die Strafbank (54.), kurz vor Schluss folgte eine weitere Strafe gegen Toni Ritter (58.). Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.
Unterstützt von den zahlreich mitgereisten Fans aus Heilbronn feierten die Falken in der Eiswelt Stuttgart einen souveränen Auswärtssieg und belohnten sich mit drei Punkten. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht: Bereits am Dienstag, den 30.12.2025, steht das letzte Spiel des Jahres 2025 an. In der heimischen Eishalle empfangen die Unterländer den ECDC Memmingen Indians, Bully ist um 19:30 Uhr.