Ein packendes Duell lieferten sich die Heilbronner Falken und die Memminger Indians im letzten Spiel des Jahres. Am Ende freuten sich die Unterländer immerhin über einen späten Ausgleichstreffer und damit zumindest einen Punkt, mussten in der Verlängerung dann aber eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Wagner und Ludin waren die Torschützen auf Seiten der Gastgeber vor 2.372 Zuschauern.
Die Unterländer mussten weiterhin auf Schiller, Hon und Ritchie verzichten, immerhin meldete sich Robin Just zurück und stürmte in der dritten Reihe. Heilbronn kam gut ins Spiel und hatte in der Anfangsphase durch Jentsch und Skvorcovs zwei gefährliche Abschlüsse, brachte anschließend im ersten Überzahlspiel aber nicht viel zustande. Besser machten es die Indians in ihrem ersten Powerplay, in dem sie die Falken lange im eigenen Drittel einschnürten und Berger im Tor einige Male eingreifen musste. Ansonsten war es wie erwartet eine recht ausgeglichene und intensive Partie, in der beide Mannschaften wenige Fehler machten und sich dementsprechend in der Verteidigung kaum große Lücken auftaten. Dem Führungstor am nächsten kam nach 14 Minuten Niklas Jentsch, der nach einem Missverständnis in der Memminger Hintermannschaft am Gestänge scheiterte.
Im Mitteldrittel dauerte es nicht lange, bis die Falken einmal unsortiert waren und ein durchgebrochener Angreifer der Allgäuer regelwidrig am Abschluss gehindert wurde. Den folgenden Penalty verwandelte Svedlund zum 0:1 (22.). Diese Führung hätten die Indians in den folgenden Minuten ausbauen können, als Memmingen mehr als drei Minuten in Überzahl agieren durfte. Doch die Penalty Killer der Falken standen stabil und Patrick Berger war bei allem, was aufs Tor kam, zur Stelle und verhinderte selbst in 35 Sekunden doppelter Unterzahl den zweiten Gegentreffer. Auf der Gegenseite blieb auch das zweite Heilbronner Powerplay noch erfolglos, doch im dritten Überzahlspiel war Justus Roth im Kasten der Indians erstmals bezwungen. Skvorcovs bediente Wagner, der vom Bullypunkt direkt abzog und perfekt in den Winkel traf (34.). In der Schlussphase des Drittels waren mal die Falken, mal die Gäste dem Führungstor näher, aber beide Keeper leisteten sich weiterhin keine Unsicherheiten.
Im letzten Drittel hätte lange lediglich Paul Fabian auf Seiten der Gastgeber ein Erfolgserlebnis, als er seinen Faustkampf gegen Maximilian Menner klar für sich entscheiden konnte. In der Offensive bissen sich die Unterländer aber lange die Zähne aus. Es gab zumindest zwei gute Möglichkeiten zur Führung, doch Roth war jeweils zur Stelle. So fiel der Treffer stattdessen auf der anderen Seite. Nach einem bitteren Fehlpass der Falken im eigenen Drittel traf Lillich für die Allgäuer per Direktabnahme nach 52 Minuten zum 1:2. Doch die Falken ließen sich nicht entmutigen und wurden in der 59. Minute für ihre Bemühungen belohnt. Man brachte die Scheibe von der blauen Linie zum Tor, Ludin war im Getümmel zur Stelle und staubte zum 2:2-Ausgleich ab. Ausgerechnet der Schütze des Ausgleichstreffers musste dann in der Schlussminute auf die Strafbank. Die Unterländer retteten das 2:2 ins Ziel, starteten aber in Unterzahl in die Overtime. Dort wurde der Druck der Gäste zu groß. Berger konnte mehrfach parieren, doch kurz vor Ablauf der Strafe nahm Homjakovs die Scheibe direkt aus der Luft und traf zum Siegtreffer der Gäste.