Heilbronner Falken

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Knapper Sieg im Abschiedsspiel für acht Spieler

Die Heilbronner Falken feierten im letzten Heimspiel, in dem man noch einmal in Bestbesetzung antreten konnte, einen knappen 4:3-Sieg. Dabei waren die Lindau Islanders ein starker Gegner, der bei besserer Chancenverwertung vor 1.306 Zuschauern durchaus hätte gewinnen können, doch Patrick Berger im Tor war wieder einmal der Matchwinner, während Cabana, Weyrauch, Ritchie und Hon für die Treffer der Unterländer sorgten.

Wie angekündigt wurden vor dem Spiel acht Akteure der Falken verabschiedet, die heute ihr letztes Heimspiel bestritten haben: die Verteidiger Jeroen Plauschin, Leon Fern und Lars Schiller, die Stürmer Nolan Ritchie, Calder Anderson, Thore Weyrauch und Niklas Jentsch sowie Torhüter Patrick Berger. Letzterer bekam im ersten Drittel viel zu tun und war in der 4. Minute erstmals bezwungen, als Jezovsek ihn mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Die Unterländer fanden schnell die richtige Antwort und konnten eine Minute später durch Freddy Cabana nach schöner Vorarbeit von Jentsch und Just ausgleichen. Die Islanders hatten zuletzt zwar gegen die beiden Spitzenteams verloren, davor aber sechsmal in Folge gewonnen und waren im weiteren Verlauf des ersten Drittels das gefährlichere Team, auch bedingt durch zwei Überzahlspiele. Diese konnten sie zwar nicht nutzen, Berger war aber mehrfach gefordert und verhinderte bei guten Chancen von Strodel, Schneider und Marsall noch den Rückstand, war in der 18. Minute aber zum zweiten Mal geschlagen, als Strodel auf Zuspiel von Marsall die Scheibe aus kurzer Distanz zum 1:2 über die Linie drückte. 

Auch im Mitteldrittel verteidigten die Falken zunächst nicht konsequent, doch die Islanders konnten ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Nach einigen Minuten kamen die Gastgeber dann besser ins Spiel. Ein erstes Powerplay blieb noch ungenutzt, doch in der 28. Minute sorgte die erste Sturmreihe für den Ausgleich. Ritchie bediente Anderson per Steilpass, der legte quer auf Weyrauch, der bei seiner Direktabnahme Filimonow im Tor der Bodenseestädter keine Chance ließ. In der Folge ging es rauf und runter, Mapes hatte die Riesenchance zur Führung, scheiterte aber am Gästekeeper, während im direkten Gegenzug auch Marsall nicht erfolgreich war. Im zweiten Überzahlspiel der Falken stellte einmal mehr Nolan Ritchie seine Qualitäten unter Beweis, der mit einem präzisen Schlagschuss die Scheibe zur 3:2-Führung in die Maschen hämmerte (36.).

Im Schlussabschnitt dauerte es aber nur zwei Minuten bis zum erneuten Ausgleich, Bender schloss einen Konter zum 3:3 ab. Lindau war nun drauf und dran, die Partie wieder zu drehen, vergab aber durch Elo und Sivic gute Möglichkeiten – und wurde in der 51. Minute bestraft, als Hon aus zentraler Position zum Schuss kam und das 4:3 erzielte. Auf der Gegenseite blieb Patrick Berger gefordert, der wenig später gleich zweimal hervorragend reagierte und dann doch fast geschlagen war. Die Schiedsrichter erkannten aber nach einer langen Videobeweispause, dass der Puck nicht komplett über der Linie war. Lindau riskierte in der Schlussphase alles und nahm den Goalie vom Eis, wurde aber nicht mehr mit dem Ausgleich belohnt.